Studie

Schwacher Euro sorgt für Umsatzplus bei deutschen Konzernen

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Das höchste Ergebnis in den ersten neun Monate fuhren mit Daimler und BMW zwei Automobilkonzerne ein.

Stuttgart - Der schwache Euro hat die Erlöse der Großkonzerne im auslaufenden Jahr gestützt.

Der Umsatz der 100 größten Firmen Deutschlands kletterte in den ersten drei Quartalen 2015 um 8,2 Prozent auf 1200 Milliarden Euro, wie aus einer Untersuchung der Wirtschaftsberatung Ernst & Young (EY) hervorgeht. Dabei verzeichneten vier Fünftel der Unternehmen ein Umsatzplus.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) der 100 größten Firmen ging allerdings wegen der Krisen bei Eon, Deutscher Bank und Volkswagen um 9,8 Prozent auf 74,4 Milliarden zurück. Die drei Konzerne mussten hohe Abschreibungen und Rückstellungen vornehmen. Gut zwei Drittel der Firmen steigerten allerdings ihren Gewinn.

„Die Stärke der deutschen Wirtschaft beruht nach wie vor auf dem industriellen Sektor, vor allem der Autobranche und dem Maschinenbau“, sagte Thomas Harms, Partner bei EY. Das höchste Ergebnis in den ersten neun Monate fuhren mit Daimler und BMW zwei Automobilkonzerne ein. Auch beim Umsatz führten mit Volkswagen und Daimler zwei Autobauer das Ranking an.

Die Umsatzentwicklung dürfte auch im kommenden Jahr noch andauern. Der schwache Euro im Vergleich zum US-Dollar mache deutsche Produkte im Ausland günstiger, und im Ausland erzielte Umsätze werden bei der Umrechnung in die Gemeinschaftswährung deutlich aufgewertet. Die Zinswende in den USA werde den Euro weiter unter Druck setzen. Allerdings gebe es auch Risiken: „Die massiven Schwankungen bei Aktienkursen, Währungen und Rohstoffpreisen zeigen, dass die Weltwirtschaft von einer stabil positiven Entwicklung derzeit noch weit entfernt ist“, so Harms.

dpa

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