Suchen, finden, finanzieren

Das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn geht in Berechnungen aus dem Jahr 2010 davon aus, dass bis zum Jahr 2014 knapp 110 000 Familienunternehmen ihre Nachfolge regeln müssen. Nicht immer eine leichte Aufgabe – insbesondere dann, wenn in der eigenen Familie niemand die Leitung übernehmen möchte. „Die externe Unternehmensnachfolge hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen“, sagt Peter Fitz, Geschäftsführer der UnternehmensBOERSE in Hauneck. „Allerdings gestaltet sie sich meist schwieriger als eine familieninterne Lösung. Die Suche nach dem richtigen Nachfolger braucht Zeit.“

Die UnternehmensBOERSE hat sich auf die Beratung bei der Unternehmensnachfolge spezialisiert. Getreu dem Motto „Suchen, finden, finanzieren“ bringen Peter Fitz und sein Team Verkäufer und Kaufinteressierte zusammen. Die UnternehmensBOERSE begleitet in allen Phasen, angefangen bei der Sensibilisierung für das Thema über die Bestandsaufnahme, Nachfolgersuche und Vermarktung bis hin zur Umsetzung und Finanzierung.

Peter Fitz, der mehr als 20 Jahre Erfahrung in diesem Bereich mitbringt, weiß, dass sich ein solches Projekt nicht nebenbei umsetzen lässt. „Es ist ein Projekt, das sehr gut vorbereitet und strukturiert durchgeführt werden muss“, rät er.

Immer mehr Senior-Unternehmen suchen einen Nachfolger

Peter Fitz beobachtet, dass derzeit immer mehr Existenzgründer in der Altersnachfolge eine attraktive Alternative zur Neugründung sehen. Dass der Bedarf nach nachfolgeinteressierten Gründern groß ist, belegt eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages: Knapp 5000 Senior-Unternehmen suchten im Jahr 2009 einen Nachfolger. „Gleichzeitig war es selten so schwer, einen scheidenden Unternehmenslenker mit einem geeigneten Bewerber zusammenzubringen“, berichtet Peter Fitz.

Dass sich die Interessen beider Seiten auf einen Nenner bringen lassen, macht ein Beispiel aus der Praxis der UnternehmensBOERSE deutlich. Knut Mayer entschied sich für die Selbstständigkeit, als er merkte, dass es auf der Karriereleiter seiner Firma nicht mehr weiter ging. Eine eigene Firmengründung hielt er jedoch für zu riskant. Die Übernahme eines bereits bestehenden Unternehmens schien die ideale Lösung. In der UnternehmensBOERSE fand er einen Partner, der ihn bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmen zur Übernahme unterstützte. Sein Wunsch: ein Mittelständler aus der gleichen Branche, am besten in der Nähe seines Wohnortes, wirtschaftlich solide. „Nach Monaten der Suche wurden wir fündig. Bei der GMT Gothaer Meliorations- und Tiefbau GmbH“, erzählt Peter Fitz. Reimund Lehmann, Geschäftsführer der GMT, war auf der Suche nach einem Nachfolger, der das Unternehmen mit seiner Begleitung übernehmen wollte.

Finanzierung stellt meist eine große Hürde dar

Auch wenn sich der alte und der neue Eigner gefunden haben, steht noch eine große Hürde aus: die Verhandlungen mit der Bank. „Die Finanzierung stellt meist das größte Problem dar“, sagt Chantal Mohr, Beraterin der UnternehmensBOERSE. Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages muss jeder Zweite mit Schwierigkeiten rechnen. Häufig gibt es Probleme, Beteiligungskapital für eine Unternehmensnachfolge zu akquirieren. Auch Knut Mayer lernte diese Schwierigkeiten kennen. Fast neun Monate dauerte es, bis die Finanzierung stand, und das trotz eines guten Ratings und guter Eigenkapitalquote. „Die Banken sind seit der Krise viel restriktiver in der Kreditvergabe geworden“, erklärt Chantal Mohr.

Seit Anfang des Jahres 2011 ist Knut Mayer sein eigener Chef. „Mit der GMT habe ich das ideale Unternehmen gefunden. Doch es war eine Entscheidung, die reifen musste“, sagt er. Es wurden zahlreiche Gespräche sowohl zum Kennenlernen als auch über den Kaufpreis und die Übergabemodalitäten geführt. „Die UnternehmensBOERSE hat diese Gespräche moderiert , um meine Interessen und die des Verkäufers aufeinander abzustimmen“, sagt Knut Mayer. „Der gesamte Prozess hat etwas länger gedauert als angenommen. Daher war es gut, einen Projektsteuerer an Bord zu haben, der am Ball geblieben ist und die teils zähen Phasen übernommen und mich entlastet hat.“

Kompetente Begleitung in einem schwierigen Prozess

Auch Reimund Lehmann ist für die kompetente Begleitung in diesem Prozess sehr dankbar. Alleine konnte Reimund Lehman das Projekt schon aus Zeitgründen nicht umsetzen. Doch für die Zusammenarbeit mit der UnternehmensBOERSE sprach noch ein weiterer wichtiger Grund: „Sein Unternehmen und Lebenswerk verkauft man nicht leichtfertig und man überlegt reiflich, mit welchem Partner man diesen Weg gehen möchte“, sagt er. „Da für mein Unternehmen kein geeigneter Nachfolger in meinem Umfeld bereitstand, mein Lebenswerk weitergeführt und die Arbeitsplätze erhalten werden sollten, war mir bewusst, dass ich auf externe Hilfe zurückgreifen muss, um das Vorhaben erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Ich freue mich, in der UnternehmensBOERSE einen Partner gefunden zu haben, der meine Sprache spricht.“ HKK

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