Südniedersachsen im Wandel

So manchem ist der Begriff demographischer Wandel ein Gräuel – hört man ihn doch in Südniedersachsen im Zusammenhang mit vielen Themen, die die Bewohner betreffen. Um von einer hohen Lebensqualität in der Region sprechen zu können, müssen ausreichend interessante und zukunftsträchtige Arbeitsplätze vorhanden sein.

Gleichzeitig sind Unternehmen der Region auf engagierte und qualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. So wird beispielsweise schon lange vom Fachkräftemangel gesprochen. Längst sind Diskussionen über Programmierer aus Indien, Ärzte aus dem Iran oder Pflegepersonal aus Polen keine Neuigkeiten mehr. In Wahrheit muss aber schon heute viel allgemeiner vom „Arbeitskräftemangel“ gesprochen werden. Einige Branchen und Berufsgruppen wie die Lageristen und Kraftfahrer sind davon be- troffen. Im Wandel liegt die Chance. Wirt- schaftsverbände, Landkreis, Agentur für Arbeit – alle arbeiten daran, den Lebensfaktor Arbeit in Südniedersachsen interessant zu halten, damit beide Seiten – nämlich Unternehmen und Bewohner – langfristig zufrieden sein können und damit junge Menschen auf der Suche nach Arbeit die Region nicht verlassen, sondern die ansässigen Unternehmen als Zukunft erkennen.

Zusammenarbeit für die Region

Das Ergebnis sind Kooperationsbestrebungen, Qualifizierungen von Arbeitskräften, Wissenstransfer und Zusammenarbeit. Einige international erfolgreich arbeitende Unternehmen sind den Südniedersachsen und speziell den künftigen Arbeitnehmern gar nicht bekannt. Sie wollen so früh wie möglich im Bewusstsein der jungen Leute eine Rolle spielen. Gute Ideen sind häufig der Anfang eines späteren wichtigen Arbeitgebers. Daher unterstützt die Wirtschaftsförderung Gründer und Neuentwicklungen. Demographischer Wandel ist aber auch mit der Weitsicht verbunden, dass der eigene Weg einmal zu Ende geht, das Unternehmen jedoch stabil weiterlaufen soll. Handwerkermeister und Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen regeln daher verantwortungsvoll ihre Nachfolge. Der regionale Wandel rückt die Verantwortlichkeit wieder stärker in den Fokus und fördert den Zusammenhalt unterschiedlichster Interessensvertreter.

Juliane Hofmann

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