Göttinger IT-Dienstleister entwickelt Geschäft weiter

Sycor baute Umsatz aus

Informationstechnologie für Unternehmen: Die Otto-Bock-Tochter Sycor baut das Geschäft mit Software und IT-Dienstleistungen aus. Das Bild zeigt den Server-Raum des Unternehmens. Foto: nh

Göttingen. Der Göttinger IT-Dienstleister Sycor hat im vergangenen Jahr den Umsatz trotz Wirtschafts- und Finanzkrise um drei Prozent auf 35 Millionen Euro heraufgefahren, musste beim Ergebnis aber Abstriche hinnehmen. Detaillierte Angaben zum Gewinn macht das Unternehmen, eine hundertprozentige Tochter des Prothesen- und Medizintechnik-Herstellers Otto Bock (Duderstadt), nicht.

Die Sycor-Gruppe beschäftigt weltweit 300 Mitarbeiter, 210 von ihnen am Stammsitz Göttingen. Die Belegschaft ist 2009 in Deutschland um 30 Personen gewachsen: „Wir konnten nicht nur unsere Mitarbeiter halten, sondern neue und hoch qualifizierte für uns gewinnen. In den ausländischen Niederlassungen haben wir jedoch Mitarbeiter verloren“, sagt Marko Weinrich, Geschäftsführer der Sycor GmbH dazu. Der Personalaufbau war einer der Gründe, warum das Ergebnis nachgab.

War die Sycor-Gruppe ursprünglich in erster Linie für ihre Mutter Otto Bock tätig, stellen heute neben der Medizintechnik die Druckbranche, Kunststoff-Verarbeiter sowie Unternehmen, die mobile Güter vermieten, die meisten Kunden. Hinzu kommen Lösungen für die Telekommunikation, für Archivierung und das Dokumenten-Management. Sycor bietet Software für die Prozess-Steuerung in Betrieben an. Spezielle Programme, etwa aus der ERP- SAP- oder Microsoft-Dynamics- AX-Familie werden im Personalbereich und in der Buchhaltung ebenso eingesetzt wie in der Fertigungssteuerung.

Sycor installiert diese Programme, passt sie an die Bedürfnisse der Kunden an, berät und entwickelt. Die Software zur Vermietung beweglicher Güter etwa entstand im eigenen Haus. Darüber hinaus wurden Standardprogramm für die Anforderung einzelner Branchen weiterentwickelt.

2010 stehe nicht primär der Umsatz im Vordergrund, sondern „Kontinuität und Verlässlichkeit in den Beziehungen zu Kunden und Mitarbeitern“, sagt Weinrich. Sycor wolle die ganze Bandbreite der SAP-ERP- und Microsoft-Dynamics-AX-Dienstleistungen bieten. Die Zahl der Beschäftigten soll gehalten werden.

Mit der Übernahme der Hamburger Aixonix SI GmbH im vergangenen Jahr baute Sycor die Stellung als einer der größten Dienstleister im Umfeld der ERP-Software Microsoft Dynamics AX aus. Außer in Göttingen hat Sycor Standorte in Wiesbaden, Hamburg, Pittsburgh (USA), Montreal (Kanada), Singapur, Shanghai (China) und Kuala Lumpur (Malaysia). (wll)

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