Tariferhöhung durch wirtschaftliche Erholung

Wiesbaden - Die Arbeitnehmer profitieren von der wirtschaftlichen Erholung: Im ersten Halbjahr 2011 lagen viele der vertraglich vereinbarten Tariferhöhungen bei drei Prozent und mehr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Dagegen seien im vergangenen Jahr aufgrund der Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung häufig nur Einmalzahlungen vereinbart worden.

So hätten die Beschäftigten in der Chemischen Industrie im Frühjahr eine Tarifanhebung um 4,1 Prozent erhalten. Im Bauhauptgewerbe sei für den Westen eine Erhöhung um 3 Prozent sowie um weitere 2,3 Prozent ab Juni 2012 beschlossen worden, für den Osten seien die Abschlüsse sogar noch etwas besser ausgefallen. Im öffentlichen Dienst der Länder erhalten die Beschäftigten den Statistikern zufolge lediglich 1,5 Prozent mehr Gehalt sowie weitere 1,9 Prozent und einen Sockelbetrag von 17 Euro ab Januar 2012.

Die Beschäftigten der wichtigsten Industriesparte Metall und Elektro mussten sich 2011 mit einer bereits früher ausgehandelten Erhöhung von 2,7 Prozent zufriedengeben. Hier wird erst im kommenden Frühjahr neu verhandelt.

dapd/dpa

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