Tarifliche Branchenmindestlöhne meist deutlich über 8,50 Euro

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Holzkisten mit Euro-Münzen werden in einer Lagerhalle von einem bewaffneten Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens gesichert. Foto: Holger Hollemann/Archiv

Düsseldorf (dpa) - Die in zahlreichen Bereichen von der Abfallwirtschaft bis zum Bauhauptgewerbe vereinbarten tariflichen Branchenmindestlöhne liegen meist deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro.

Das geht aus einem Überblick des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor.

In elf der 19 betroffene Branchen liege der Mindestlohn heute bereits bei 10 Euro und mehr, berichtete der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Reinhard Bispinck. Der höchste Mindestlohn werde bei den Geld- und Wertdiensten in Nordrhein-Westfalen mit 15,29 Euro bezahlt.

In vier Branchen liegen die Mindestlöhne aber aufgrund von Übergangsregelungen derzeit sogar teilweise noch unter dem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro. Betroffen sind unter anderem die Land- und Forstwirtschaft sowie der Gartenbau, aber auch die Textil- und Bekleidungsindustrie Ost.

Insgesamt gibt es zurzeit in 19 Branchen tariflich vereinbarte Branchenmindestlöhne. In 18 davon wurden die Reglungen für allgemeinverbindlich erklärt und gelten deshalb für alle Beschäftigten, unabhängig davon, ob die Betriebe tarifgebunden sind oder nicht. Für eine weitere Branche wurde die Allgemeinverbindlichkeit beantragt.

Mitteilung der Hans-Böckler-Stiftung

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