Spanier protestieren gegen Sparmaßnahmen

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Spanien kämpft mit einer Arbeitslosenquote von fast 25 Prozent.

Madrid - Der Protest gegen Sparmaßnahmen der Regierung hat am Wochenende Tausende Spanier auf die Straße getrieben. Sie fürchten tiefe Einschnitte im Gesundheits- und Bildungswesen.

Im Zentrum von Madrid demonstrierten am Samstag zudem zahlreiche Staatsbeamte, deren Gehälter im kommenden Jahr eingefroren werden. Sie fürchten, dass es durch den radikalen Sparkurs zu tiefen Einschnitten im Gesundheitssystem und zur Privatisierung staatlicher Dienstleistungen kommen könnte.

„Ich arbeite im Krankenhaus, aber werde arbeitslos“, sagte eine Krankenschwester mit Blick auf den befürchteten Aderlass im Gesundheitswesen. Schon jetzt werde mit Minimalbesetzung gearbeitet. „Dies wird nicht nur Krankenhäuser betreffen, sondern auch die Bildung und Dienstleistungen, alles.“

Spanien steckt derzeit in der zweiten Rezession innerhalb von drei Jahren und kämpft mit einer Arbeitslosenquote von fast 25 Prozent. Seit ihrem Amtsantritt vor mehr als neun Monaten hat die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy den Bürgern des Landes harte Sparmaßnahmen auferlegt. Immer wieder kam es seither zu Protesten und Krawallen.

dapd

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