Finanzielle Krise

Telefónica Deutschland bleibt in der Verlustzone

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Die Zentrale von Telefónica Deutschland/ O2 in München. Das Unternehmen schreibt weiter rote Zahlen.

München - Ein Jahr nach dem Zusammenschluss von Telefónica Deutschland und E-Plus schreibt das Unternehmen weiter rote Zahlen. Bis 2018 sollen noch mehr Stellen abgebaut werden.

Vor einem Jahr hat sich die Telefongesellschaft Telefónica Deutschland mit E-Plus zusammengeschlossen. Nach wie vor steckt das Unternehmen in Schwierigkeiten - Im soeben abgelaufenen Quartal sank der Umsatz um ein Prozent auf 1,98 Milliarden Euro. Wegen hoher Abschreibungen für doppelt vorhandene Mobilfunkmasten und den gezahlten Aufpreis für E-Plus blieb unter dem Strich ein Verlust von 134 Millionen Euro, wie Telefónica Deutschland am Donnerstag in München mitteilte.

Im Gesamtjahr soll der Mobilfunk-Umsatz „weitgehend stabil bleiben“. Den Ausblick für das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Restrukturierungskosten hob Telefónica Deutschland jedoch an: Statt um 10 Prozent soll es dieses Jahr um mindestens 15 Prozent steigen. Wegen schneller eintretender Synergieeffekte und sinkender Kosten hatte es im dritten Quartal sogar um 30 Prozent zugelegt. Einige wichtige Integrationsschritte habe das Unternehmen in das laufende Jahr vorziehen können, sagte Finanzchefin Rachel Empey.

Bis Ende September hat der spanische Telefonkonzern in Deutschland rund 800 Arbeitsplätze abgebaut - bis 2018 sollen weitere 800 Stellen wegfallen. Die Zahl der Kunden sei auf 48,6 Millionen gestiegen. Über die Hälfte des Mobilfunk-Umsatzes entfiel auf das mobile Datengeschäft, während der Festnetz-Umsatz um 10 Prozent fiel.

dpa

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