Telekom baut um - Konzern: Kein neues Abbauprogramm

+
Die Telekom müsse verschärft auf Effizienz achten, weil potenzielle Innovationstreiber noch nicht die gewünschte Wirkung entfaltet hätten. Foto: Oliver Berg

Die Telekom stellt sich neu auf und will - etwa beim Service - besser werden. Laut einem Zeitungsbericht könnte das Tausende weitere Stellen kosten. Ein Sprecher dementiert angebliche Kürzungspläne.

Bonn/Düsseldorf (dpa) - Die Deutsche Telekom erwägt einem Bericht zufolge einen Teilverkauf ihrer Geschäftskunden-Sparte T-Systems und den Abbau weiterer Stellen.

Es würden zahlreiche Maßnahmen geprüft, um das Deutschland-Geschäft effizienter zu machen, schrieb das "Handelsblatt" am Dienstag unter Berufung auf Teilnehmer eines Strategietreffens von Vorstand und Aufsichtsrat.

Dabei habe es weitreichende Überlegungen, aber noch keine formellen Beschlüsse gegeben. Ein Telekom-Sprecher nannte diese Darstellung eine "Aneinanderreihung von Spekulationen". Es gebe kein neues Abbauprogramm, betonte er. Der Umbau des Unternehmens sei eine Generationenaufgabe, über die schon lange berichtet worden sei. Teils würden neue Stellen geschaffen, teils Mitarbeiter umqualifiziert und teils Stellen technologiebedingt abgebaut - immer sozialverträglich.

Laut der Zeitung könnte ein möglicher Teilverkauf von T-Systems schon bis Weihnachten vollzogen sein. Über die Zukunft der Sparte im Telekom-Konzern war immer wieder diskutiert worden. Zudem solle das Engagement in Griechenland und Osteuropa auf den Prüfstand gestellt werden. Im Fokus der Diskussion habe aber das Deutschland-Geschäft gestanden, hieß es. Dieses solle neu sortiert werden.

Hierzulande könnten bis 2022 weitere Stellen wegfallen, schrieb das Blatt. In dem Bericht wurde die Zahl auf mehrere Tausend beziffert. Die Telekom müsse verschärft auf Effizienz achten, weil potenzielle Innovationstreiber noch nicht die gewünschte Wirkung entfaltet hätten. Der Konzern beschäftigte Ende 2015 konzernweit rund 225 000 Mitarbeiter - etwa 110 000 davon in Deutschland.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.