E-Autos aus Fernost

Tesla: Das Einsteigermodell der Kalifornier kommt bald nicht mehr aus den USA

Tesla Model 3: Die Modelle für den deutschen Markt kommen jetzt nicht mehr aus den USA, sondern aus China.
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Tesla Model 3: Die Modelle für den deutschen Markt kommen jetzt nicht mehr aus den USA, sondern aus China.

China ist für Autobauer nicht nur als Absatzmarkt lukrativ. Immer mehr Hersteller bauen ihre Stromer auch direkt im Reich der Mitte und liefern sie von dort in die ganze Welt. Jetzt zieht auch Tesla nach.

  • Im Dezember hat Tesla in China ein eigenes Werk eröffnet.
  • Eigentlich sollte die Gigafactory in Shanghai nur für den chinesischen Markt produzieren.
  • Jetzt soll das Werk seine Stromer auch für die anspruchsvollen Märkte in Europa liefern.

München - Die Volksrepublik China entwickelt sich mehr zu einem der führenden Standorte für die Produktion von E-Autos. Jetzt ist auch Tesla mit seinem Werk in Shanghai dabei. Der kalifornische E-Autopionier will ab Ende Oktober sein Model 3 aus der chinesischen Gigafabrik nach Europa verschiffen. Bislang kommt das Model 3 aus dem Tesla-Werk im kalifornischen Fremont.

Zu den Zielmärkten gehören zehn Länder, darunter die Schweiz, Italien, Frankreich – und das Mutterland des Automobilbaus, Deutschland. Das geht aus einer Ankündigung hervor, die Tesla am Montag auf der chinesischen Plattform WeChat veröffentlicht hat.

Auch andere Hersteller setzen bei der Produktion von E-Autos verstärkt auf China. Erst Ende September lief etwa der erste voll-elektrische BMW* iX3* im Werk in Shenyang vom Band. Hinter dem Werk steht ein Joint Venture von BMW mit dem chinesischen Unternehmen Brilliance China Automotive.

Tesla hatte sein Werk in der chinesischen Hafenstadt erst im vergangenen Dezember in Betrieb genommen. Mit der neuen Gigafactory zielte der Konzern zunächst auf den boomenden chinesischen Markt – mit Erfolg. In den vergangenen Monaten hatte Tesla in China pro Monat jeweils rund 11.000 Fahrzeuge verkauft. „Die Unterstützung der chinesischen Regierung, innovative lokale Unternehmen und das große Interesse der Kunden für neue Technologien machen China zum attraktivsten Markt für E-Autos“, erklärte Tesla.

Tesla: Neue Batteriepartner für Model 3

Nun sollen die ersten Autos in den Export. Das Model 3 aus Shanghai für den Export soll eine Reichweite von 468 Kilometern haben. Erst vor wenigen Tagen hatte Tesla in China den Preis für das Model 3 um umgerechnet rund 3000 Euro gesenkt. Der Schritt erfolgte in Zusammenhang mit einem Wechsel des Lieferanten der Batterie-Zellen. Statt LG Chem setzen die Kalifornier nun offenbar auf ihren engen Partner Contemporary Amperex Technology (CATL).

Der größte chinesische Akku-Hersteller baut derzeit in Arnstadt bei Erfurt eine neue Fabrik. Sie soll vor allem BMW beliefern. Berichten zufolge will der erst 2011 gegründete Konzern an seinem neuen Standort in Thüringen rund 240 Millionen Euro investieren. Tesla selbst errichtet aktuell ein Werk im brandenburgischen Grünheide. Nach den Plänen sollen die ersten Fahrzeuge dort bereits im nächsten Sommer vom Band laufen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen Digital Redaktionsnetzwerks.

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