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Tesla-Chef Elon Musk zu Geheimtreffen in Deutschland: Wilde Spekulation um Pläne

Elon Musk auf Visite bei Curevac in Tübingen. Seine Deutschland-Tour sorgt für wilde Spekulationen um die Zukunft des Biotech-Unternehmens.
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Elon Musk auf Visite bei Curevac in Tübingen. Seine Deutschland-Tour sorgt für wilde Spekulationen um die Zukunft des Biotech-Unternehmens.

Tesla-Chef Elon Musk hat gerade das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac besucht. Heute trifft er sich mit Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Das sorgt für wilde Spekulationen.

München - Tesla*-Chef Elon Musk ist auf Deutschland-Besuch und könnte sich laut Medienberichten am Rande einer Fraktionsklausur in Berlin am Mittwochnachmittag auch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) treffen. Am Dienstag besuchte Musk das Biotech-Unternehmen Curevac. Die Tübinger arbeiten an einem Covid-19-Impfstoff.

Am Sonntagabend hatte Musk auf Twitter angekündigt, er komme wegen einer Zusammenarbeit mit Curevac und wegen des Baus der Elektroautofabrik in Grünheide bei Berlin nach Deutschland. „Tesla baut als Nebenprojekt RNA-Mikrofabriken für Curevac und möglicherweise andere“, hatte Musk erklärt. Tesla hatte zunächst keine Details genannt.

Tesla-Tochter Grohmann Automation arbeitet mit Curevac zusammen

Curevac arbeitet bereits mit der Tesla-Tochter Grohmann Automation zusammen. Der Maschinenbauer aus Prüm in der Eifel hat sich auf hochautomatisierte Produktionsanlagen für die Automobil-Industrie spezialisiert und wurde 2017 von Tesla übernommen. Neben Maschinen für Tesla liefert Grohmann auch sogenannte RNA-Bioreaktoren an Curevac. Die von den Tübingern entwickelten RNA-Moleküle enthalten spezielle Proteine, die verhindern sollen, dass das Sars-CoV2-Virus in eine Zelle eindringen kann und sich dort vermehrt.

Musks Besuch bei Curevac und das Treffen mit Wirtschaftsminister Altmaier sorgen jetzt für wilde Spekulationen. Danach könnte Musk laut Medienberichten womöglich versuchen, bei dem Tübinger Unternehmen einzusteigen oder es sogar ganz zu übernehmen.

Tesla: Wilde Medienspekulationen um Curevac

So berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel in einem aktuellen Beitrag unter Verweis auf die Beteiligungsverhältnisse bei Curevac zwar, dass die „Möglichkeiten den Impf-Hoffnungsträger zu kapern“, begrenzt seien. Allerdings habe sich Elon Musk von Hindernissen „noch nie sonderlich beeindrucken lassen“. Die Bild-Zeitung schreibt ganz unverblümt, dass Musk die Impfstoff-Firma „gern komplett übernehmen würde“.

Curevac gehört mehrheitlich der Beteiligungsgesellschaft Dievini des SAP-Mitgründers Dietmar Hopp. Zweiter Großaktionär ist die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie hatte im Mitte Juni für 300 Millionen Euro einen Anteil von 23 Prozent an Curevac erworben. Dies „könnte auch der Grund“ für das Treffen mit Altmaier sein, schreibt das Blatt.

Tesla-Chef Elon Musk ist der drittreichste Mensch weltweit

Am Geld dürfte es dabei jedenfalls kaum scheitern. Dank der Kurs-Rallye bei Tesla ist Elon Musk zuletzt in den exklusiven Club der Centi-Milliardäre – also der Mega-Reichen mit einem Vermögen von über 100 Milliarden Dollar – aufgestiegen. Mit einem Vermögen von rund 112 Milliarden Dollar hat Musk gerade auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg überholt und ist damit im Ranking der Super-Duper-Reichen hinter Amazon-Boss Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates die Nummer 3.

Curevac ist seit Mitte August an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert. Nach einem fulminanten Debüt ist die Aktie inzwischen zwar etwas zurückgekommen. An der Börse wird das Unternehmen aktuell aber immer noch mit 10,12 Milliarden Dollar bewertet. Zum Vergleich: Tesla, das gerade einen Aktiensplit durchgezogen hat, bringt derzeit 443 Milliarden Dollar auf die Waage.

Der kalifornische E-Autobauer baut in Grünheide bei Berlin ein neues Werk. Die Produktion soll ab dem kommenden Sommer anlaufen. Nach den Planungen sollen künftig in der neuen Gigafactory in Brandenburg pro Jahr rund 500.000 Fahrzeuge vom Band laufen.

Die Stippvisite von Tesla-Boss Elon Musk beim Impfstoff-Hersteller Curevac hat wilde Übernahme-Spekulationen ausgelöst. Curevac-Haupteigentümer Dietmar Hopp macht dazu eine klare Ansage.*- *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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