Test bestanden: Das kleine Kraftwerk im Eigenheim der Eitels

Sind sich einig, dass die Energiezukunft auch im Keller beginnt: Joachim Schmoll (E.ON Mitte Vertrieb), Peter Klinkert (Vaillant), Mikro-KWK-Besitzer Werner Eitel und Andreas Benedix (Aquatherm).

Positive Bilanz für Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage nach einer Heizperiode

DÖRNHAGEN. Was noch vor zwei Jahren als kleine Sensation in die Testphase ging, hat sich inzwischen mit einer gut funktionierenden Technik bewährt: Das kleine Kraftwerk im Eigenheim, das auf Basis der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung (Mikro-KWK) arbeitet. Es produziert gleichzeitig Wärme und Strom. Die mit Erdgas betriebenen Anlagen eignen sich aufgrund ihres Leistungsprofils besonders für den Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern. Als Strom erzeugende Heizung ergänzen Mikro-KWK die bestehenden Wärmeerzeuger, im Idealfall eine Brennwertheizung. So wie jetzt im Haus von Werner Eitel, der mit seiner Familie in Dörnhagen wohnt. Im Juni 2012 ging seine Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage in Betrieb. Sie ist eine von bislang insgesamt 38 Anlagen, die mit Unterstützung durch das Förderprogramm von E.ON Mitte Vertrieb in privaten Haushalten der Region installiert wurden. 

Hoher Wirkungsgrad, wenig Kohlendioxid

„Was mich an der neuen Technik am meisten fasziniert, das ist der hohe Anteil der Stromerzeugung und der hohe Gesamtwirkungsgrad. Damit hole ich aus dem Erdgas, mit dem die Mikro-KWK-Anlage betrieben wird, die maximale Energie für unseren Haushalt heraus“, so Werner Eitel, der stolze Besitzer der Anlage. „Schon nach nur einer einzigen Heizperiode mit der modernen Anlage ist die Bilanz durchweg positiv. Natürlich hatten wir zunächst die Investition in die Anlage, aber dank der Unterstützung von E.ON Mitte Vertrieb und aufgrund der hervorragenden Betreuung durch die Firma Aqua Therm, die die Anlage montiert hat, würden wir uns jederzeit wieder für die Investition entscheiden.“

Über die positive Bilanz freut sich auch Joachim Schmoll, Mikro-KWK-Experte bei E.ON Mitte Vertrieb. „Es ist schön zu sehen, dass wir mit dieser Technik eine positive Richtung hin zu einer verstärkt dezentralen Stromerzeugung eingeschlagen haben, und dass sich das Vertrauen in diese Technik gelohnt hat. Erdgas ist außerdem ein Energieträger, der schon heute vergleichsweise wenig Kohlendioxid freisetzt. Eine weitere Steigerung der Energieausbeute durch die Mikro-KWK ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, so Schmoll. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Firma Aquatherm, Andreas Benedix, überzeugte er sich von der reibungslosen Funktionsweise des kleinen Kraftwerks.

Andreas Benedix betont, dass neben der vorbildlichen Förderinitiative von E.ON-Mitte Vertrieb umfangreiche zusätzliche öffentliche Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Benedix: „Wir zeigen unseren Kunden alle Möglichkeiten, die sich mit dem Einsatz der Mikro-KWK eröffnen. Von der qualifizierten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, über die Beantragung aller Fördermittel, bis hin zur Installation und dem Service nach der Inbetriebnahme unterstützen meine zertifizierten Mitarbeiter. Damit sind wir Vorreiter in unserer Region.“

Lange Laufzeiten, gute Werte

E.ON hat die Entwicklung der Mikro-KWK aktiv begleitet und in Kooperationen mit namhaften Herstellern bis zur Marktreife vorangetrieben. Im Haus der Eitels kommt eine Strom erzeugende Heizung der Marke Vaillant eco POWER 1.0* zum Einsatz. Durch die thermische Nennleistung von nur 2.5 kW erreicht die KWK-Anlage sehr lange Laufzeiten, um das Zweifamilienhaus der Eitels rund um die Uhr mit Strom und Wärme zu versorgen. Das ecoPOWER1.0 erzeugt eine elektrische Leistung von 1,0 Kilowatt. Abhängig vom Wärmebedarf und damit der Laufzeit der Anlage können hier zwischen rund 2.500 und 8.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugt werden. Stromspitzen werden aus dem Netz der E.ON Mitte AG geliefert. Für Wärmespitzen ist der neue oder der vorhandene Wärmeerzeuger zuständig. Bisher sind es seit Inbetriebnahme der Anlage 4.500 Kilowattstunden Strom und etwa 11.000 Kilowattstunden Wärme.

Den Strom verbrauchen die Hauseigentümer zum Großteil selbst. Überschüssige Mengen speisen sie in das öffentliche Stromnetz ein. Unabhängig davon, ob der Strom selbst genutzt oder verkauft wird, erhält der Haushalt eine im Kraft-Wärmekopplungs-gesetz festgelegte Förderung von 5,41 Cent pro Kilowattstunde über einen Zeitraum von zehn Jahren. Zusätzlich wird die Energiesteuer für Gaseinsatz im Mikro-KWK-Modul zurück erstattet. Wird der Strom eingespeist, erhalten die Eitels vom Netzbetreiber neben der Förderung noch eine Einspeisevergütung, die sich an den Preisen des Vorquartals der Leipziger Strombörse EEX orientiert. Dazu kommen die so genannten „vermiedenen Netzentgelte“. Das ist eine Art Gutschrift vom Netzbetreiber, da der Strom nicht über das vorgelagerte Hochspannungsnetz geführt werden muss.

Weitere Infos zu Erdgas und Energie unter  www.eon.de

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