Stiftung Warentest

Klimaanlagen im Test: Diese Marken kühlen am Besten

Heiß, heißer, Hitzewelle im Sommer 2020. Abhilfe gegen die Hitze in der Wohnung schaffen Klimaanlagen. Ein Test von Stiftung Warentest gibt den Überblick.

  • Eine Klimaanlage hilft gegen die Hitzewelle
  • Splitgeräte und Monoblöcke im Test bei Stiftung Warentest
  • Das sind die Vorteile und Nachteile der Klimaanlagen

Kassel - Die Hitzewelle ist da und eine Klimaanlage muss dringend her. Doch welches Gerät soll es sein? Die Kauf-Entscheidung ist nicht einfach. Eine Hilfe bietet ein Test von Stiftung Warentest.

Test von Klimaanlagen: So funktionieren die Geräte im Hitze-Sommer

Bei Klimaanlagen wird zwischen Splitgerät und Monoblock unterschieden. So funktionieren die Klimaanlagen:

  • Ein Splitgerät besteht aus einem Innen- und einem Außengerät, die miteinander verbunden sind. Zwischen den beiden Teilen zirkuliert ein Kältemittel, das die Wärme nach draußen transportiert.
  • Ein Monoblock besteht aus einem Gerät, das die warme Luft ansaugt und mittels Abluftschlauch nach draußen pustet.

Stiftung Warentest: Klimaanlagen im Test gegen die Hitzewelle

Stiftung Warentest hat Klimaanlagen getestet. Darunter waren sowohl Mono­blöcke als auch Splitgeräte. Ausschlaggebend für die Bewertung sind folgende Punkte:

  • Umwelt und Energieeffizienz
  • Kühlleistung
  • Handhabung

Im Test schneiden die Splitgeräte laut Stiftung Warentest am besten ab. Das liege vor allem daran, dass sie einen Raum schnell und energiesparend abkühlen.

Doch diese Art der Klimaanlagen hätten einen großen Nachteil, so die Verbraucherorganisation. Denn nur Kälteklimafach­betriebe dürften Splitgeräte installieren. Aber die Monteure hätten volle Auftragsbücher und somit sei eine langfristige Planung erforderlich.

Test von Klimaanlagen: Deshalb ist der Kühleffekt schlecht

Die Monoblöcke als Helfer gegen die Hitzewelle gibt es im Baumarkt zum Teil schon für wenige Hundert Euro zu kaufen, berichtet Stiftung Warentest. Damit sind sie günstiger als Splitgeräte.

Dafür haben die Monoblöcke einen großen Nachteil. Weil sie die warme Luft durch einen Abluftschlauch nach draußen pusten, muss der Schlauch auch aus dem Fenster hängen. Doch dadurch bleibt das Fenster immer einen Spalt offen und so strömt warme Luft permanent wieder von draußen in die Wohnung. Das mindere den Kühleffekt, kritisiert die Verbraucherorganisation.

Stiftung Warentest: Klimaanlagen gegen die Hitzewelle? Der Test gibt Antwort.

Auch das Abdichten der Fenster sei in der Praxis schwierig. Zwar lieferten einige Anbieter Abdichtungsmaterial, doch das sei in der Regel für Schiebefenster vorgesehen.

Stiftung Warentest: So schnell kühlen Klimaanlagen

Im Test habe sich gezeigt, Splitgeräte können einen Raum von 14 Quadratmetern und einer Deckenhöhe von 2,60 Metern in etwa sieben Minuten von 35 auf 24 Grad Celsius kühlen. Das meldet Stiftung Warentest. Bei Monoblöcken dauere es dagegen etwa 40 bis 80 Minuten. Das zeigte der Test.

Beim Stromverbrauch schneiden die Monoblöcke nicht gut ab. Sie sind „alles andere als effizient“, sagt Stiftung Warentest. Der Verbrauch der getesteten Geräte liege bei 140 bis 250 Kilowatt­stunden pro Sommer. In derselben Zeit liege der Verbrauch bei Splitgeräten bei unter 100 Kilowattstunden. Dabei sei die Leistung doppelt so hoch.

Dafür seien die Splitgeräte die Umwelt-schädlicheren Klimaanlagen. Das liege am Kältemittel, so Stiftung Warentest. Splitgeräte kühlen mit Difluormethan - auch als R32 bezeichnet. Ein Gerät enthalte etwa einen Liter.

Geht etwas von dem Difluormethan verloren, dann schädige es das Klima 675 Mal stärker als Kohlen­dioxid, so Stiftung Warentest..

Test von Klimaanlagen: Das müssen Mieter wissen

Für Mieter gelten andere Regeln als für Personen, die in der Eigentumswohnung oder im eigenen Haus wohnen. Einen Anspruch hätten Mieter auf eine Klimaanlage zum Beispiel nicht, so der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland gegenüber der Deutschen Presseagentur. Denn sommerliche Temperaturen würden nicht als Mietmangel angesehen werden - auch nicht in der Dachgeschosswohnung.

Aber: Wenn es in einer Wohnung im Sommer untypisch heiß werde, könne der Vermieter verpflichtet werden, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, um die Wohnung in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen. Doch ob es eine Klimaanlage wird, das dürfe der Vermieter selbst entscheiden.

UnternehmenStiftung Warentest
Gründung4. Dezember 1964
CEOHubertus Primus (seit 2012)
Mitarbeiterzahl359 (im Jahr 2018)

Auch wenn der Mieter eine feste Klimaanlage auf eigene Kosten einbauen lassen wolle, müsse der Vermieter dem nicht zustimmen. Gegen eine mobile Klimaanlage könne ein Vermieter jedoch nichts sagen, so der Eigentümerverband. (Hanna Maiterth)

Im Test: Stiftung Warentest untersucht nicht nur Haushaltsgegenstände

Im Test bei Stiftung Warentest war auch Mineralwasser. Vergeben wurden Bestnoten. Doch die Verbraucherorganisation entdeckte auch bedenklichen Uran-Werte.

Im Alltag nimmt die Spülmaschine eine wichtige Rolle unter den elektronischen Geräten ein. Stiftung Warentest hat den Test gemacht.

Rubriklistenbild: © Martin Gerten/dpa-Bildfunk

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