"Thank you for making the iPhones"

Cupertino - Unter seinen Nachbarn, Mitarbeitern und Fans hat der frühe Tod von Steve Jobs tiefe Bestürzung ausgelöst. Vor der Apple-Zentrale und seinem Wohnhaus versammeln sich die Menschen, um gemeinsam Abschied zu nehmen.

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“Thank you for making the iPhones, Computers and iPads. I really miss you. Jasmine.“ Es sind nur ein paar Worte, in Kinderschrift auf den Bürgersteig vor Steve Jobs' Wohnhaus in Palo Alto geschrieben. Doch sie drücken das aus, was viele Menschen über den Verlust des Apple-Mitgründers und langjährigen Konzernchefs empfinden. “Dankeschön fürs Bauen der iPhones, Computer und iPads. Ich vermisse Dich ganz schrecklich. Jasmine.“

So trauert die Welt um Apple-Gründer Steve Jobs

Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
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Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © ap
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Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © dpa
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Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © dpa
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © dpa
Weltweit herrscht große Trauer über den Tod des Apple-Gründers Steve Jobs. Der 56-Jährige war in der Nacht auf Donnerstag einem Krebsleiden erlegen. © dpa

An diesem Mittwochabend, kaum dass die Nachricht von Jobs' Tod über die örtlichen Radiosender lief, haben sich Dutzende Menschen aufgemacht, um ihm vor der Apple-Zentrale in Cupertino und seinem Wohnhaus im 20 Autominuten entfernten Palo Alto Lebewohl zu sagen. Über beiden Orten liegt eine andächtige Stille; das sonst so geschäftige High-Tech-Tal Silicon Valley scheint einen Moment innezuhalten.

Eine Parkbank am 1 Infinite Loop in Cupertino, dem Hauptquartier von Apple, wird zum Ort der Andacht. Über und über ist sie mit Blumen bedeckt und mit Beileidskarten. Auf einem iPad, das in der Dunkelheit leuchtet, ist Steve Jobs' Bild zu sehen. Seine Fans haben ihrem Idol einen Schrein errichtet, auch viele Mitarbeiter nehmen hier Abschied. Sie sind an ihren Hausausweisen zu erkennen und haben erst wenige Stunden zuvor von der schrecklichen Nachricht erfahren. Ein Pärchen liegt sich weinend in den Armen, ein Mann im Kapuzenpulli kann seine Tränen ebenfalls nicht unterdrücken. Seine Freunde versuchen, ihn zu trösten, doch er zieht sich in die Dunkelheit zurück, will allein sein.

Steve Jobs (†) im Porträt

Steve Jobs hinterlässt ein großes Erbe: Der Apple-Visionär brachte der Welt den bunten iMac, den iPod, das iPhone und den iPad. © dpa
Jobs machte den Computer zum Bestandteil des modernen Lebens, kultivierte ein minimalistisches Design und brachte ein Sensationsprodukt nach dem anderen auf den Markt, auch wenn die Wirtschaft und seine Gesundheit kriselten. © dpa
Aus Apple machte er das wertvollste Technologieunternehmen der Welt. Er starb am Mittwoch im Alter von 56 Jahren in San Francisco. © dpa
Jobs wurde am 24. Februar 1955 geboren und wuchs bei Adoptiveltern in Kalifornien auf. Sein Studium in Portland brach er nach nur einem Semester ab. “Ich hatte keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen wollte und keine Ahnung, wie mir die Universität hätte helfen können, das herauszufinden“, sagte er später. © dpa
Jobs kehrte nach Kalifornien zurück und erkannte in einem Computerclub das Potenzial der Rechenmaschinen. In der Garage seiner Eltern schraubten er und sein Schulfreund Steve Wozniak ihre erste Kreation zusammen: den Apple I - ein Computer ohne Gehäuse, Tastatur und Monitor. © dpa
Im Jahr darauf folgte ihr erstes Massenprodukt, und mit gerade mal 25 Jahren war Jobs 100 Millionen Dollar wert. © dpa
Jobs erkannte das Potenzial in den Konzepten anderer Firmen und verbesserte es. Er hat mit Apple weder den Computer erfunden noch Abspielgeräte oder Smartphones. Aber Apple schuf daraus Geräte für Menschen, die keine Lust haben, ihre Computer selbst zu programmieren oder technischen Zirkus zu veranstalten, um ihre Geräte am Laufen zu halten. “Wir waren ziemlich schamlos beim Stehlen großer Ideen“, sagte er später. © dpa
1985 wurde Jobs bei Apple aus der Firma gedrängt. Er fühlte sich am Boden zerstört. Doch als Neuanfänger ohne Erfolgsdruck entwickelte er neue Kreativität. © dpa
 Er kaufte George Lucas für zehn Millionen Dollar Pixar ab, das Animationsfilme herstellte. © dpa
Zunächst sah es aus, als entwickele sich Pixar zu einer gewaltigen Geldvernichtungsmaschine, aber dann kam mit “Toy Story“ der große Erfolg. © dpa
Jobs verkaufte das Studio 2006 für einen Aktienanteil im Wert von 7,4 Milliarden Dollar an Disney und wurde so nebenbei zum größten Einzelaktionär des Konzern. © dpa
Schon 1997, als Apple in Schwierigkeiten steckte, kehrte Jobs zurück. Ein Jahr später brachte Apple den iMac mit buntem Plastikgehäuse auf den Markt, zwei Jahre später den iPod, mit dem seine Nutzer 1.000 Songs in die Tasche stecken und abspielen konnten. © dpa
2007 erfand Apple mit dem iPhone das mobile Telefonieren neu, und drei Jahre später kam das iPad. © dpa
Wenn Jobs seine Neuheiten vorstellte, fast immer in ausgewaschenen Jeans und schwarzem Rollkragenpullover, hingen Millionen Apple-Jünger an seinen Lippen. © dpa
Investoren verfolgten seine Auftritte aber auch, um zu sehen, wie es um Jobs' Gesundheit bestellt war. 2004 gab Jobs bekannt, dass er von Bauchspeicheldrüsenkrebs kuriert worden war. © dpa
2009 sah er sich gezwungen, eine sechsmonatige Auszeit zu nehmen, während der ihm eine neue Leber eingepflanzt wurde. Anfang diesen Jahres musste er zum dritten Mal pausieren. © dpa
Im März stellte er zwar noch die zweite Generation des iPad vor, doch im August gab er den Posten des Vorstandsvorsitzenden auf. © dpa
Am Mittwoch, 5. Oktober 2011, gab Apple den Tod des Gründer bekannt. © dpa

Vor der vierstöckigen Apple-Zentrale haben sich bereits die Übertragungswagen der US-Fernsehsender aufgebaut. Die Kamerateams, sonst immer auf der Suche nach einer schnellen Schlagzeile, halten sich aber auffallend zurück. “Nein, ich möchte kein Interview geben“, sagt einer der Trauernden. “Ich möchte Steve Jobs nur meinen Respekt bezeugen.“ Michael ist einer der wenigen, der reden möchte. “Wir haben beim Abendessen von Steve Jobs' Tod erfahren“, sagt der junge Mann. “Wir wohnen eine Stunde entfernt und sind gleich hergefahren. Steve war eine ganz besondere, eine einzigartige Person.“

Das sagen auch seine Nachbarn, die sich vor dem Haus 2101 Waverley Street in Palo Alto versammelt haben. Auch hier liegen Blumen, auch hier flackern Kerzen. Drinnen brennt im Erdgeschoss Licht. Ein Vater hält auf dem Bürgersteig seine Tochter im Arm, tröstet sie, während Polizisten die Straße vor dem unscheinbaren Einfamilienhaus in dieser sonst so ruhigen Nachbarschaft absperren.

“Viele Leute sind heute Abend hergekommen, haben Blumen abgelegt, einen Moment inne gehalten“, sagt ein Polizist. Viele weitere werden noch kommen, vermuten er und seine Kollegen, die sich auf eine lange Nacht einstellen. Steve Jobs ist der Held vieler. “Steve, Du hast unser Leben einfacher gemacht“, hat einer auf das Pflaster geschrieben. Dafür lieben sie ihn - auch über den Tod hinaus.

dpa

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