Verpackungshersteller baut Stammsitz zu einem der modernsten Werke aus

Thimm investiert in Northeim

Mathias Schliep

Northeim. Die Northeimer Thimm-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2010 ihren Umsatz um 18,6 Prozent auf 332,6 Millionen Euro gesteigert und wird 2011 in ihre Werke in Deutschland, Tschechien und Rumänien rund 20,6 Millionen Euro investieren.

„Unser Wachstumsziel liegt 2011 im oberen einstelligen Bereich“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Mathias Schliep am Dienstag. Mit einer Prognose ist er vorsichtig, obwohl die Thimm-Gruppe im ersten Quartal 2011 bereits ein Umsatzwachstum „von gut 23 Prozent“ verzeichnete.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 10,3 Prozent auf 37,4 Mio. Euro. „Damit ist es uns in den vergangenen drei Jahren trotz Wirtschaftskrise und stetig steigender Kosten gelungen, unsere Ergebnisse positiv zu entwickeln und dauerhaft zu stabilisieren.“ Weitergehende Zahlen zum Gewinn nannte der viertgrößte deutsche Wellpappe-Verpackungshersteller wie üblich nicht. In diesem Jahr erwartet die Gruppe ein etwas niedrigeres Konzernergebnis, unter anderem wegen der um 60 Prozent gestiegenen Papierpreise.

In den vergangenen fünf Jahren investierte das Familienunternehmen 83,2 Mio. Euro. Wegen Verzögerungen bei der Realisierung und buchungstechnischer Abgrenzungen wurde die für 2010 angekündigte Investitionssumme von 25 Mio. Euro nicht ganz erreicht.

Ein Schwerpunkt der Investitionen wird bis 2015 Northeim sein. Für 15 Mio. Euro wird die jährliche Produktionskapazität von 120 auf 150 Mio.Quadratmeter Wellpappe gesteigert und die Zentrale zu einem der modernsten Werke Deutschlands ausgebaut.

Die anziehende Exportwirtschaft hat das Segment Thimm Schertler Verpackungssysteme im thüringischen Nordhausen zum Shootingstar der Thimm-Gruppe gemacht. Die steigende Nachfrage etwa aus der Automobilindustrie nach schweren Transportverpackungen beispielsweise im Verbund von Wellpappe, Holz und Schaum führte zu einer Umsatzsteigerung von 44,1 Prozent auf 80,6 Mio. Euro. Damit stellt Schertler 24 Prozent des Umsatzes. Wichtigster Bereich bleibt mit 232 Millionen Euro des Umsatzes der Bereich Thimm Verpackung einschließlich Print.

Die Zahl der Mitarbeiter in der Gruppe stieg von 1559 auf 1748, davon 1231 in Deutschland. 409 arbeiten in Northeim. Die Zahl der Auszubildenden wuchs von 91 auf 99.

Den Anteil von fünf Mio. Euro der Beschäftigten an einem Sparpaket in den Jahren 2005 und 2006 hat das Unternehmen inzwischen komplett an seine Mitarbeiter erstattet.

Von Hans-Peter Niesen

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