Total ersetzt Öl- durch Gasindustrie

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Bei Protesten vor der von der Schließung bedrohten Raffinerie in Dunkerque haben Menschen Reifen in Brand gesteckt.

Paris - Der Ölkonzern Total kämpft in Frankreich derzeit mit Überkapazität. Jetzt will das Unternehmen die von der Schließung bedrohte Raffinerie in Dunkerque durch ein Methan-Terminal ersetzen.

Durch diese Maßnahme erhofft man sich, Arbeitsplätze zu retten. Ein entsprechendes Abkommen sei mit dem Stromkonzern EDF unterzeichnet worden, teilten beide Unternehmen am Montag in Paris mit.

Dadurch würden etwa 50 Arbeitsplätze geschaffen. Das geplante Terminal könne etwa 20 Prozent des französischen Konsums an Naturgas sicherstellen. Total setze auf Wachstum im Bereich Flüssiggas.

Der Kampf mit der Überkapazität

Im Februar hatten Total-Beschäftigte gegen die geplante Schließung der Raffinerie in Dunkerque an der südlichen Nordsee-Küste gestreikt. Zeitweise wurden alle sechs Raffinerien des Unternehmens heruntergefahren, es kam vorübergehend zu Engpässen an mehr als 200 Tankstellen im Land.

Auf einer Sitzung des Gesamtbetriebsrates sollte am Montag die Zukunft des Standortes Dunkerque bestimmt werden. Total hatte bereits zugesagt, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Total betreibt jede zweite Raffinerie in Frankreich und kämpft derzeit mit einer Überkapazität.

dpa

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