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Nur fürs Gefühl: Toyota plant Elektroautos mit Pseudo-Schaltgetriebe

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Von: Isabel Wetzel

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Eine Hand liegt auf einem Schaltknüppel: Toyota hat ein Pseudo-Schaltgetriebe und eine Pseudo-Kupplung für Elektroautos entworfen. (Symbolbild)
Soll den Umstieg auf E-Mobilität erleichtern: Toyota hat ein Pseudo-Schaltgetriebe und eine Pseudo-Kupplung für Elektroautos entworfen. (Symbolbild) © Patrick Daxenbichler/Imago

Obwohl sie es nicht brauchen, will Toyota seine Elektroautos künftig mit einem Schaltgetriebe ausstatten – vermutlich um Skeptiker zu überzeugen.

Kassel – Schalten, ohne zu schalten: Für diese zunächst verrückt klingende Idee hat Toyota jetzt in den USA Patent beantragt. Der Hersteller plant demnach, Elektroautos künftig mit Schaltgetriebe zu bauen. Womöglich will Toyota so diejenigen von Elektromobilität begeistern, die sich aktuell noch gegen die „Pflichtautomatik“ wehren.

Denn: Ein Elektroauto hat ein so hohes Drehmoment, dass unterschiedliche Gänge völlig überflüssig sind. Gerade in Deutschland gibt es aber zahlreiche Menschen, für die das manuelle Schalten untrennbar zum Autofahren dazugehört. Ein E-Auto würde sie plötzlich zur Untätigkeit zwingen. Und genau die möchte Toyota mit seiner Entwicklung abholen.

Pseudo-Schaltgetriebe für E-Autos: Schaltvorgang wird simuliert

Eine tatsächliche Gangschaltung werden die Elektroautos von Toyota nach Angaben der Fachmagazine Auto Bild und Auto Motor Peace allerdings trotzdem nicht bekommen. Stattdessen wird ein System eingebaut, das dem Fahrer eine Schaltung elektronisch simuliert und so für den gewohnten Fahrspaß sorgt.

Im offiziellen Patentantrag von Toyota sprechen die Ingenieure sogar von einem „Pseudo-Kupplungspedal“ und einem „Pseudo-Schalthebel“. Wenn der Autofahrer diese Pseudo-Schaltung im Elektroauto dann betätigt, simuliert das Auto den üblichen Vorgang: Die Elektronik registriert den Schaltwunsch, unterbricht den Antrieb, fügt einen kleinen Schalt-Ruck und gibt dann wieder Gas. Verschalten kann man sich dabei nicht.

Die Japaner erklären im Patentantrag allerdings nicht, was der Grund für die außergewöhnliche Erfindung ist – das bleibt zunächst Spekulation. (iwe)

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