Trotz vieler Rückrufe: Toyota erzielt mehr Gewinn

Tokio - Toyota hat seine Gewinnprognose trotz des Desasters um zwölf Millionen zurückgerufene Fahrzeuge kräftig angehoben. Der Konzern rechnet mit umgerechnet 4,4 Milliarden Euro Nettogewinn, nach 3,2 Milliarden Euro im Vorjahr.

Der Umsatz steigt laut der am Dienstag veröffentlichten Voraussage leicht auf 171 Milliarden Euro. Das Geschäftsjahr endet am 31. März. Nach drei Quartalen hat der größte Autobauer der Welt bereits 3,4 Milliarden Euro Gewinn eingefahren. Im dritten Quartal musste Toyota wegen der Schwäche der japanischen Währung Yen aber einen Gewinnrückgang von 39 Prozent verzeichnet. Wie der Konzern mitteilte, ging der Gewinn nach 153 Milliarden Yen im Vorjahr auf 94 Milliarden Yen (rund 852 Millionen Euro) zurück.

Der Umsatz fiel um 1,2 Prozent. Auch das Auslaufen der Absatzförderung für Öko-Autos in Japan bremste das Wachstum in dem Dreimonatszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet Toyota nun mit einem Autoabsatz von 7,48 Millionen Stück, 3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Damit wächst Toyota langsamer als der Herausforderer Volkswagen, der auf ein Wachstum von 13,5 Prozent kam. Die Qualitätsprobleme, die zu der gigantischen Rückrufaktion führten, lasten vor allem im US-Markt noch auf Toyota. “Die Wunde ist halb verheilt“, sagte Toyota-Manager Takehiko Ijichi. Er erinnerte daran, dass der Marktanteil des Hersteller in den USA bei 14 Prozent stabil geblieben sei. Ab Ende 2009 hatten Probleme mit klemmenden Gaspedalen, rutschigen Fußmatten oder fehlerhafter Brems-Software das einst makellose Qualitätsimage von Toyota verdunkelt. Mit hohen Rabatten lockt der Hersteller nun US-Kunden zurück.

dapd

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