Treibhausgase mit Hilfe von IT verringern

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Mit intelligenter Software könnte ein Viertel der Treibhausgase eingespart werden.

Stuttgart - Die deutsche Industrie kann laut einer Studie bis 2020 rund ein Viertel ihres Ausstoßes klimaschädlicher Treibhausgase mit Hilfe intelligenter Software einsparen.

Das wären 207 Millionen Tonnen weniger als in diesem Jahr, heißt es in der Studie “Smart 2020 Deutschland“, die am Dienstag beim IT-Gipfel vorgestellt wurde.

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Das größte Potenzial gebe es in der Logistikbranche und im Straßenverkehr mit möglichen CO2-Einsparungen von 85,4 Millionen Tonnen. Zwar nehme Deutschland bereits eine weltweit führende Rolle im Klimaschutz ein, es gebe aber noch genügend ungenutzte Potenziale.

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Platz 10 unter den gefährlichsten Ländern im Klimarisiko-Index von Germanwatch belegt China. Alle Daten basieren auf dem Natcatservice des Rückversicherers Munich Re von 1990 bis 2008. © dpa
Den 8. Platz in der traurigen Statistik teilen sich die Philippinen... © dpa
...und die Dominikanische Republik.  © dpa
Indien liegt auf Rang 7. © dpa
Platz 6: Haiti. © dpa
Platz 5: Nicaragua. © dpa
Platz 4: Vietnam © dpa
Honduras ist in Punkto Naturkatastrophen das drittgefährlichste Land der Welt.  © dpa
Platz 2: In Birma sind 95 Prozent der Todesfälle und Zerstörungen auf den Zyklon Nargis von 1998 zurückzuführen. © dpa
Das gefährlichste Land der Erde ist Bangladesch. Es stehe vor allem wegen eines Zyklon 1991 mit 140.000 Toten an erster Stelle, sagte Studienautor Sven Harmeling. Das Land werde zudem auch kontinuierlich von Unwettern heimgesucht. © dpa

Der IT-Sektor sei nur zu einem geringen Teil an den Emissionen des klimaschädlichen CO2 beteiligt, könne aber anderen Industriezweigen beim Klimaschutz helfen: Der Verkehrsfluss könnte intelligenter gesteuert oder durch eine Städtemaut überwacht werden. Die Studie wurde von der Deutschen Telekom, Huawei, SAP, Siemens und der Boston Consulting Group erstellt. Die IT-Branche sieht ihren eigenen möglichen Sparbeitrag bei 13 Millionen Tonnen.

Großes Einsparpotenzial sieht die Studie auch beim Gebäudeklima, wo mit Hilfe von IT-Lösungen 41,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespart werden könnte. In der Automation könnten 26,4 Millionen Tonnen, in der Stromindustrie 23,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Darüber hinaus ließen sich Geschäftsreisen vermeiden, wenn Manager sich über Videokonferenzen verständigen würden. Das mögliche Einsparvolumen wird dort auf 16,3 Millionen Tonnen CO2 geschätzt.

Die Unternehmen schlagen mehrere Wege vor, wie die Politik Einsparungen von Treibhausgasen vorantreiben kann. Zum einen sei eine “öffentliche finanzielle Förderung“ für IT-Unternehmen denkbar, damit diese Konzepte für Endkunden mit einheitlichen technischen Standards entwickeln. Möglich wäre auch, klimaschädliche Produkte und Lösungen mit einer Sondergebühr und Steuern zu belegen.

dpa

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