Drastischer Stellenabbau: SMA trennt sich von 1000 Zeitarbeitern

Niestetal/Kassel. Der Solartechnik-Hersteller SMA in Niestetal trennt sich bis Ende November von 1000 seiner aktuell etwa 1500 Zeitarbeiter. Das teilte das Unternehmen mit.

Aus dem Archiv:
Das sagte Vorstandsmitglied Urbon anlässlich der Feierlichkeiten am 13.9.2011

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Die Stammbelegschaft ist laut Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon von diesem drastischen Stellenabbau ausgenommen. Der Kasseler Personaldienstleister Team Time GmbH, bei dem die Betroffenen beschäftigt sind, erklärte, dass man versuchen werde, möglichst viele von ihnen in anderen Betrieben unterzubringen.

Als Grund für den Abbau nannte Urbon die sinkende Nachfrage nach Wechselrichtern, die den in Solaranlagen gewonnenen Gleich- in netztauglichen Wechselstrom wandeln. „Die Nachfrage vor allem nach Wechselrichtern für Dachanlagen hat sich nicht so dynamisch entwickelt, wie wir es erwartet hatten“, erklärte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Hinzu komme der im Winter saisonal übliche Auftragsrückgang.

30 Jahre SMA

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Sunny Island: Elektrizität für netzferne Gebiete Weltweit leben auch heute noch rund zwei Milliarden Menschen ohne einen Stromanaschluss. Und sind damit abgeschnitten von nahezu allen Errungenschaften moderner Zivilisation. Die Sunny Island Wechselrichter von SMA bieten hier eine saubere und kostengünstige Lösung. Die bauen auch in entlegenen Gebieten ein Stromnetz auf. Das ist nicht nur für Schwellenländer interessant, sondern etwa auch für Berghütten oder Inseln vor der schottischen Küste. © HNA
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Sunny Central: Leistungsstärker, effizienter – der Erfolg der Photovoltaik hat in den letzten Jahren zu stetig wachsenden Anlagengrößen geführt. Die Sunny Central Wechselrichter sind genau für diese Anlagen konzipiert. Sie lassen sich individuell auf die unterschiedlichen Einspeisebedingungen einzelner Länder anpassen und werden in großen Solarkraftwerken rund um die Welt eingesetzt. © HNA
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Sunny Tripower: Mit dem dreiphasigen Sunny Tripower lassen sich mittelgroße und große Photovoltaikanlagen besonders effizient und flexibel planen. Darüber hinaus sind bereits viele Funktionen in die Geräte integriert, die bei anderen Wechselrichtern zusätzlich installiert werden müssten. Das vereinfacht die Installation, erhöht den Ertrag und senkt die Systemkosten. Dafür wurde der Sunny Tripower 2010 mit dem begehrten Innovationspreis des 25. Symposiums für Photovoltaische Solarenergie in Bad Staffelstein ausgezeichnet. © HNA
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Sunny Mini Central: Die Sunny Mini Central Wechselrichter von SMA wandeln den Gleichstrom der Solarzellen in mittelgroßen und großen Photovoltaikanlagen mit einem hohen Wirkungsgrad von 98 Prozent in Wechselstrom um. Der flexible und robuste Wechselrichter verfügt über ein besonders günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis und wird sowohl auf dem Dach als auch in Freiflächenanlagen eingesetzt. © HNA
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Sunny Boy: Die Sunny Boy Wechselrichter sind die „Kleinsten“ im SMA Produktportfolio. Sie kommen in kleinen und mittelgroßen Photovoltaikanlagen zum Einsatz und sind bestens für den Einsatz in Einfamilienhäusern geeignet. Dabei zeichnen sich die Sunny Boy Wechselrichter von SMA durch eine hohe Effizienz, besondere Anwenderfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit aus. © HNA
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Eine Leiterplatte verlässt den Bestückungsautomaten der SMD-Bestückung, auf der Oberfläche sind die im Automaten daraufgesetzten Bauteile zu sehen. © HNA
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Die Mitarbeiter der Logistik sorgen dafür, dass die Mitarbeiter an den Bestückungslinien immer genügend Arbeitsmaterialien zur Verfügung haben (KANBAN-Prinzip). © HNA
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Hier wird ein Bestückungsautomat in der SMD-bestückung (SMD= Surface Mounted Device) neu eingerichtet. In den Automaten werden kleinere Bauteile, die auf den Bändern/ Rollen im Vordergrund sitzen, von Roboterköpfen auf die Leiterplatten gesetzt. © HNA
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Fünf Vorstände: Marko Werner, Roland Grebe, Pierre-Pascal Urbon (Vorstandssprecher), Jürgen Dolle und Uwe Hertel, leiten heute das Unternehmen. Die Unternehmensgründer bleiben als SMA Aufsichtsräte mit dem Unternehmen und seiner Entwicklung eng verbunden. © HNA
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Chefentwickler Volker Wagenbach. © HNA
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Preisverleihung GPTW, Schon seit 2006 belegt SMA beim Great Place to Work“ Wettbewerb regelmäßig vordere Plätze. 2011 nahmen Projektleiter Markus Beer, Personalvorstand Jürgen Dolle und Betriebsratsvorsitzende Yvonne Siebert den Preis als bester Arbeitgeber Deutschlands entgegen. © HNA
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Die erste Auslandsproduktion eröffnete SMA im zweiten Quartal 2010 in Denver, Colorado (USA). Im Dezember desselben Jahres folgte eine Produktion in Kanada. An beiden Standorten wird ausschließlich für den amerikanischen Markt produziert. Die Wechselrichter für alle anderen Länder werden auch weiterhin am Hauptsitz in Niestetal und Kassel produziert. © HNA
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5000ster Mitarbeiter, Lars Schulz wurde im Juni 2010 von Personalvorstand Jürgen Dolle als 5.000 Mitarbeiter bei SMA begrüßt. Insgesamt schaffte das Unternehmen im Jahr 2010 1500 neue Arbeitsplätze. © HNA
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Mit 500 Gästen wurde im Juli 2009 die Einweihung der weltweit größten und CO2-neutralen Wechselrichterfabrik an der Mündener Straße in Niestetal gefeiert. Die Festrede hielt die damalige hessische Umweltministerin Silke Lautenschläger. © HNA
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Mit der steigenden Zahl der Mitarbeiter wurden auch die Feiern bei SMA immer größer. Fanden die ersten Weihnachtsfeiern noch in den Firmenräumen statt, so sind heute die Kasseler Messehallen jedes Jahr Mitte Dezember Ort der Veranstaltung. Gleich geblieben ist dabei die Gestaltung des Festprogramms durch die Mitarbeiter. © HNA
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Börsengang: Vor drei Jahren wagte die SMA Solar Technology AG den Sprung an die Börse. Dem größten Börsengang des Jahres 2008 in Deutschland folgte noch im gleichen Jahr die Aufnahme des Unternehmens in den TecDAX. © HNA
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Einweihung Testcenter: Als erster Hersteller weltweit eröffnete SMA 2007 ein eigenes Testzentrum für Solartechnik. Die Wechselrichter des Unternehmens sind dafür konzipiert, auch unter widrigen Wetterbedingungen mehr als 20 Jahre effizient Gleichstrom in netzkonformen Wechselstrom umzuwandeln und die gesamte Photovoltaikanlage zu steuern. © HNA
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Immer wieder informierten sich hochrangige Politiker direkt vor Ort über das innovative und erfolgreiche Unternehmen aus Nordhessen. 2005 besuchte unter anderem der damalige Bundesaußenminister Joschka Fischer SMA. © HNA
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So groß wie zweieinhalb Fußballfelder: Die weltweit größte CO2-neutrale Fabrik für Solar-Wechselrichter an der Mündener Straße nimmt ihren Betrieb auf. Heute verlässt alle 30 Sekunden ein SMA Wechselrichter die Fertigung. 2010 eröffnet SMA Produktionsstätten in den USA und Kanada. © HNA
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Als erster Hersteller weltweit eröffnet SMA ein eigenes Testzentrum für Solartechnik – ein Beleg für den hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens. SMA Wechselrichter sind für eine Lebensdauer von mindestens 20 konzipiert und müssen unterschiedlichsten (Witterungs-)Bedingungen standhalten – etwa extremer Kälte. © HNA
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Mit der Entwicklung der sogenannten String-Technologie legt SMA den Grundstein für den breiten Einsatz der Photovoltaik: Die Installation von Solaranlagen wird deutlich einfacher und kann nun auch von Elektrofachkräften durchgeführt werden. Vier Jahre später wird ein Sunny Boy von SMA Testsieger bei der Stiftung Warentest. © HNA
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Die drei Elektroingenieure, Günther Cramer, Peter Drews und Reiner Wettlaufer, gründen ein Ingenieurbüro für Regelsysteme. Der erste Unternehmenssitz für das kleine Team: eine ehemalige Bäckerei in der Kasseler Kohlenstraße. Bereits ein Jahr später zieht die „System-, Mess- und Anlagentechnik Regelsysteme GmbH“ (SMA) nach Niestetal. © HNA
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Solar Academy © HNA
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Sunny Backup: Solarstrom auch bei Netzausfall Fällt das Stromnetz aus, so werden aus Sicherheitsgründen auch alle Photovoltaikanlagen vom Netz genommen und speisen keinen Strom mehr ein. Mit der Sunny Backup-Lösung von SMA können Besitzer von Photovoltaikanlagen den auf dem Dach erzeugten Strom selbst nutzen. Der Sunny Backup-Wechselrichter schaltet innerhalb von Millisekunden automatisch auf Inselstromversorgung. So werden wichtige Verbraucher wie Heizungssteuerung oder Computer weiter mit Strom versorgt. © HNA
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Aktualisiert um 18.07 Uhr

Gleichzeitig hat SMA seine Umsatz- und Ergebnisprognose für dieses Jahr nach unten korrigiert. Statt 1,5 bis 1,9 Milliarden Euro Umsatz rechnet das nordhessische Vorzeige-Unternehmen mit nur noch 1,5 bis 1,7 Mrd. Euro. Das Vorsteuerergebnis (Ebit) soll sich bei 220 bis 300 Millionen Euro einpendeln. Bislang war noch mit 315 bis 475 Mio. Euro gerechnet worden. Demnach sinkt die Ebit-Marge, also das Verhältnis des Vorsteuergewinns zum Umsatz, deutlich auf nur noch 14,7 bis 17,6 Prozent. Zum Vergleich: Im Rekordjahr 2010 lag das Ebit bei fast 27 Prozent des Umsatzes.

Die SMA-Aktie brach gestern in einem sehr schwierigen Börsenumfeld um 12,3 Prozent auf 49,25 Euro ein. Damit notierte sie nur noch 2,25 Euro über dem Ausgabekurs am Tag des Börsengangs Ende Juni 2008. Zur Erinnerung: Anfang 2010 war das Papier zeitweise 106,70 Euro wert.

Die Prognose-Korrektur war von Branchenkennern seit Wochen erwartet worden.

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