Trotz Entfernungspauschale

Trotz Entfernungspauschale: Unfallkosten absetzbar

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Wer auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall hat, kann die Kosten als Werbungskosten absetzen. Das ist auch dann möglich, wenn eine Entfernungspauschale geltend gemacht wird. Foto: Armin Weigel

Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und der täglichen Arbeitsstätte werden bei der Steuer mit der Entfernungspauschale abgegolten. Doch schließt die Pauschale auch mögliche Unfallkosten mit ein? Eine Bundesdrucksache gibt Aufschluss.

Berlin (dpa/tmn) - Haben Berufstätige auf dem Arbeitsweg einen Unfall mit ihrem Auto, dürfen sie die entstandenen Kosten von der Steuer absetzen. Das gilt auch, wenn sie bereits eine Entfernungspauschale beanspruchen.

"Eigentlich sind sämtliche Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb mit der Entfernungspauschale abgegolten", erklärt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. "Bei Unfallkosten zeigt sich die Finanzverwaltung allerdings großzügig."

Sie dürften zusätzlich zur Entfernungspauschale als Werbungskosten abgesetzt werden. Dies geht aus der Bundestagsdrucksache 18/8523 hervor. Entscheidend ist dabei, dass sich der Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte ereignet hat, auf einem Umweg zum Betanken des Fahrzeugs oder zum Abholen von Mitfahrern einer Fahrgemeinschaft. Außerdem darf der Arbeitnehmer nicht unter Alkoholeinfluss stehen.

Steuerzahler sollten die Unfallkosten in solchen Fällen immer zusätzlich in der Steuererklärung angeben. "Es empfiehlt sich zudem, möglichst viele Nachweise, wie beispielsweise das Protokoll der Polizei oder Zeugenaussagen von Mitfahrern zu sammeln, um zu belegen, dass sich der Unfall auf dem Arbeitsweg ereignet hat und keine Alkoholisierung vorlag", so Klocke. Andernfalls sind die Unfallkosten mit der Entfernungspauschale abgegolten. Das heißt, es werden steuerlich pauschal 0,30 Euro je Entfernungskilometer berücksichtigt.

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