Trotz Krise: Audi peilt Millionenabsatz an

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Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender von Audi, am Donnerstag bei der Hauptversammlung des Automobilherstellers in Ingolstadt neben einem neuen Audi A1.

Ingolstadt - Nach einem starken ersten Quartal rechnet der bayerische Autohersteller Audi in diesem Jahr mit deutlich besseren Geschäften. Was Audi erreichen will:

Allerdings warnte Vorstandschef Rupert Stadler davor, die Krise bereits abzuhaken. “Trotz dieser guten Entwicklung wäre es ein klassischer Fall von “zu früh gefreut“, wenn wir jetzt behaupten würden, wir hätten die globale Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden“, sagte Stadler am Donnerstag auf der Hauptversammlung der Volkswagen-Tochter. Zugleich bekräftigte Stadler die Ziele des Autokonzerns.

“Wir wollen bereits in diesem Jahr wieder mehr als eine Million Automobile an Kunden übergeben und sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis des Jahres 2009 übertreffen“, sagte Finanzvorstand Axel Strotbek. Dabei solle der operative Gewinn “überproportional zum Umsatz steigen“. Audi hatte schon im ersten Quartal deutlich mehr Geld verdient als im Vorjahreszeitraum. 2008 hatte der Konzern erstmals die Marke von einer Millionen verkaufter Autos übertroffen. Im vergangenen Jahr gab es allerdings einen Rückgang auf 932 260 Autos.

Audi A1 für den FC-Bayern-Star Robben

Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Für Bayern-Fans ein Meisterstück: Der Bayern-Audi ist mit Vereins-Logo, in Vereins-Farbe und mit der Robbens Rückennummer 10 beklebt.  © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Der Vereinssponsor Audi lässt keinen Zweifel an der Wertschätzung des Bayern Spielers Robben. Der angehende deutsche Meister FC Bayern kann jetzt durchstarten. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Der Innenraum ist ein Bayern-Paradies: Das Interieur ist im kompletten Bayern-Look. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Auch auf der Rückbank oder Trainerbank ist der Blick frei auf Vereinslogo und Robbens Rückennummer. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Noch weitere Modelle von Audi sind vom 12. bis 15. Mai auf der „Wörtherseetour 2010“ zu sehen. Hier der A1 „competition kit“ (Amalfiweiß), 1.6 TDI. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Der A1 „competition kit“ 1.6 TDI erinnert stark an die Audi Rallye-Fahrzeuge der 80er Jahre. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
A1 „Hot Rod“ (Daytonagrau), 1.4 TFSI. Passend dazu trägt dieses Modell Stahlfelgen mit Weißwandbereifung ganz im Stil klassischer Hot Rods. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Bei der „Hot Rod“-Variante in mattlackierter, cooler Optik ermöglicht die Luft­federung ein extremes Tieferlegen. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Schachbrettmuster und Signalleuchten: Das an Lotsenfahrzeuge erinnernde „Follow Me“-Motiv in Zitrusgelb mit schwarzem Schachbrettmuster. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Auch über die Felgen setzt sich die Bicolor-Optik fort. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Hommage an die österreichische Polizei, die „Pickerljäger“, mit einem sympathischen Augenzwickern veredelt. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Liebevolles Detail beim "Pickerljäger" © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Hommage an die lokale „Wasserwacht“ © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Sogar Neonfelgen beim Modell Wasserwacht. © Audi
Audi A1 für den Bayern Bomber Robben
Audi bedankt sich mit dem Mottomodell bei der „Wasserwacht“. © Audi

In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres hatte der Konzern mit weltweit 360 760 Auslieferungen einen Absatzrekord eingefahren. Dank des neuen Spitzenmodells A8 und des Kleinwagens A1 erwartet der Autobauer weiter steigende Zahlen. Insgesamt waren die Ingolstädter 2009 erheblich besser durch die schwere Branchenkrise gefahren als die Konkurrenten Daimler und BMW. Zwar musste Audi einen Gewinneinbruch hinnehmen, verbuchte unter dem Strich aber dennoch einen satten Überschuss von 1,3 Milliarden Euro.

Für die kommenden Jahre rechnet Stadler mit einer stark unterschiedlichen Entwicklung auf den weltweiten Märkten. Vor allem in Asien setzt Audi weiter auf starkes Wachstum. In China etwa liegt die VW-Tochter deutlich vor der Konkurrenz. “Asien und Nordamerika werden das Wachstum treiben, während in Westeuropa wegen des Auslaufens der staatlichen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung eher mit einem Rückgang beim Automobilabsatz zu rechnen ist“, sagte er.

Bei der Entwicklung von Elektroautos erwartet Stadler keine schnellen Fortschritte hin zu massentauglichen Produkten. “Es wird ein sehr mühsamer Weg“, sagte der Vorstandschef. Auch in fünf bis zehn Jahren werde es eher kleine Stückzahlen geben, bis dahin sei noch viel Forschung nötig. Dabei wolle Audi eine führende Rolle übernehmen. Von der Politik erwartet der Konzernchef vor allem mehr Geld für die Forschungsförderung, gezielte Kaufanreize dagegen seien angesichts der zunächst geringen Stückzahlen nicht sinnvoll.

Geballte Kraft: Audi R8 GT

Audi R8 GT
Noch stärker, noch leichter, noch schneller: Audi legt eine limitierte Variante seines Hochleistungssportwagens R8 auf: Der Audi R8 GT hat 560 PS und beschleunigt aus dem Stand in 3,6 Sekunden auf Tempo 100. © Hersteller
Audi R8 GT
Spitze fährt die Renn-Flunder 320 km/h. © Hersteller
Audi R8 GT
Sein 5,2 Liter-V10 ist auf 412 kW (560 PS) Leistung gesteigert, das Fahrzeuggewicht sank um 100 Kilogramm. © Hersteller
Audi R8 GT
Die exklusive Serie ist auf 333 Exemplare limitiert. © Hersteller
Audi R8 GT
Der Audi R8 GT: Extremer Leichtbau und gewaltige Performance. © Hersteller
Audi R8 GT
Seine Aluminiumkarosserie, in der Audi Space Frame-Bauweise ASF konzipiert, wiegt lediglich 210 Kilogramm. © Hersteller
Audi R8 GT
Die lange Heckklappe ist aus Kohlefaser-verstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt – ein Vorteil von 6,6 Kilogramm. © Hersteller
Audi R8 GT
Schönheit in Perrfektion: Länge 4,43 Meter, Breite 1,93 Meter und nur 1,24 Meter Höhe. © Hersteller
Audi R8 GT
Von null auf 200 km/h in 10,8 Sekunden. © Hersteller
Audi R8 GT
In Deutschland ist der Audi R8 GT für 193.000 Euro zu haben. © Hersteller

Zuletzt hatte Stadler angekündigt, dass Audi noch in diesem Jahr erste Autos mit Elektroantrieb bauen will. “Im ersten Schritt werden das zunächst in Deutschland etwa 20 Autos sein“, sagte er dem Magazin “Auto, Motor und Sport“ (Donnerstag). Bisher hatte Audi für 2012 die erste Kleinserie geplant. BMW und Daimler haben mit dem E-Smart und Mini E bereits Testflotten im Einsatz.

Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung stand auch die Wahl von zwei neuen Aufsichtsräten, nachdem der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und sein Vize Holger Härter ihre Mandate Mitte 2009 nach der verlorenen Übernahmeschlacht zwischen Porsche und Volkswagen niedergelegt hatten. Als Nachfolger rücken Hans Michael Piëch und Ferdinand Oliver Porsche in das Aufsichtsgremium, an dessen Spitze VW-Chef Martin Winterkorn steht. Volkswagen hält 99,55 Prozent der Aktien an der Audi AG, nur 0,45 Prozent der Anteile befinden sich in Streubesitz.

dpa

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