Trotz Nivea: Beiersdorf büßt Gewinn ein

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Nivea-Dosen werden im Produktionswerk der Beiersdorf AG in Hamburg auf einem Fließband nach der Abfüllung zum Verpacken transportiert.

Hamburg - Trotz seiner bekannten Marken wie Nivea hat der Beiersdorf-Konzern 2009 die Krise zu spüren bekommen. Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahr um 111 Millionen Euro auf 379 Millionen Euro ein.

2010 will der Konzern schneller wachsen als der Markt. Im Krisenjahr 2009 blieb Beiersdorf mit Erlösen von gut 5,7 Milliarden Euro hinter dem Rekordumsatz von 6 Milliarden Euro im Vorjahr zurück. Der Konzern kämpfte vor allem mit seiner schwachen Klebstoffsparte. Dennoch zeigte sich Vorstandschef Thomas-B. Quaas optimistisch: “Beiersdorf wird auch 2010 schneller wachsen als der Markt“, teilte er am Dienstag bei der Vorlage der vorläufigen Zahlen mit. Beiersdorf legt seine komplette Bilanz am 4. März vor.

“Durch realistische Einschätzungen zu Beginn des letzten Jahres konnten die unterschiedlichen Auswirkungen auf unsere beiden Unternehmensbereiche mit geeigneten Maßnahmen gut aufgefangen werden“, sagte er. Schon im Herbst 2008 hatte Beiersdorf zudem die Hygiene-Tochter Bode Chemie verkauft - ein positiver Sondereffekt von 96 Millionen Euro in der Bilanz 2009.

Nivea, Eucerin, Labello und Co

Die Kosmetiksparte mit Nivea, Eucerin, Labello und Co. brachte im Umsatz nominal ein Minus von 2,2 Prozent auf rund 5,0 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurs- und Nachfrageeinflüsse errechnete Beiersdorf ein Plus von 1,2 Prozent. Während die starke Nachfrage in China und Lateinamerika zu zweistelligen Umsatzzuwächsen führte, gab es in Westeuropa eine rückläufige Entwicklung. Erfolgreich waren die Geschäfte auf dem Kernmarkt Deutschland sowie in Osteuropa und den USA. Das operative Spartenergebnis lag bei 556 Millionen Euro und damit um rund 60 Millionen unter dem Vorjahreswert.

Der Umsatz der Klebstoffsparte Tesa lag 2009 mit 737 Millionen Euro um rund 12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) sackte auf 29 Millionen Euro nach 81 Millionen Euro im Vorjahr.

dpa

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