Gewinn angekündigt

Trotz Optimismus: Osram baut weiter Stellen ab

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Energiesparlampen werden bei Osram in Augsburg in Verkaufsverpackungen abgepackt.

München - Der Lichtspezialist und Börsenneuling Osram blickt optimistisch ins neue Geschäftsjahr. Trotzdem sollen weiter Stellen abgebaut werden.

„2014 sollte das Ergebnis weiter steigen“, sagte Finanzvorstand Klaus Patzak der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Im traditionellen Geschäft kündigte er für die Zeit nach 2014 einen weiteren, wenn auch verlangsamten Stellenabbau an, ohne aber konkrete Zahlen zu nennen.

Schon für das ablaufende Geschäftsjahr (30. September) wurde unterm Strich ein Gewinn angekündigt. „Wir liegen gut im Plan“, sagte Patzak dem Blatt. „Eine Dividende planen wir aber für 2013 nicht.“

Bei der angepeilten Ergebnissteigerung 2014 „hilft, dass die Lasten der Restrukturierung 2014 auf rund 100 Millionen Euro sinken, während wir bei den Kosteneinsparungen weiter vorankommen“, erläuterte Patzak. Osram will mit seinem Umbauprogramm rund eine Milliarde Euro bis 2015 sparen, davon sind nach Angaben der früheren Siemens-Tochter bereits 316 Millionen geschafft.

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Osram baut derzeit angesichts der tiefgreifenden Umbrüche im Lichtmarkt weltweit tausende Stellen ab und verkauft oder schließt Fabriken für die Produktion traditioneller Glühbirnen. Auf der anderen Seite muss der Lichtkonzern, der weltweit zu den größten Unternehmen seiner Branche gehört, Millionen in die Hand nehmen, um bei der Entwicklung der Leuchtdioden-Technik nicht ins Hintertreffen zu geraten. Zuletzt hatte Osram fast 40 000 Mitarbeiter weltweit und einen Jahresumsatz von rund 5,4 Milliarden Euro.

Die zukunftsweisende LED-Technik wird nach Aussage von Patzak schon vor 2017 die Mehrheit am Neugeschäft von Osram ausmachen. Derzeit sind es etwa 31 Prozent. Zum anhaltenden Personalabbau 2014 sagte der Finanzvorstand: „Der Ausbau der LED-Produktion kann das nur zum Teil kompensieren, auch weil die Personalintensität in der LED-Welt geringer ist.“ Das traditionelle Geschäft leide unter dem Verbot der Glühbirne in der EU, ab Januar auch in den USA und zunehmend auch in Schwellenländern. Osram wolle Glühbirnen aber auch über 2014 hinaus produzieren.

dpa

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