Trübes Frühjahr, goldener Herbst: M+E-Unternehmen spüren den Aufschwung 

Klemens Diezemann

Kassel. Die Metall- und Elektro-Unternehmen (M+E) in Nordhessen arbeiten sich aus der Krise heraus. Ihre Lage ist besser als im Frühjahr, aber noch nicht so gut wie vor der Krise.

„Es hat uns alle überrascht wie schnell es wieder aufwärts gegangen ist“, sagte Jörg Wolfram Kremer, erster stellvertretender Vorsitzender des Verbands der Metall- und Elektro-Unternehmen Nordhessen. „Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir einmal waren.“ Erst 2012 werde die Branche das Vorkrisenniveau erreichen, schätzt Verbandsgeschäftsführer Clemens Diezemann. Gegenwärtig liegen Auslastung und Umsatz bei etwa 80 Prozent.

Nach der Herbstumfrage des Verbandes, an der 67 von 135 Mitgliedsunternehmen teilnahmen, bezeichnet mehr als die Hälfte der Firmen die Lage als gut oder sogar sehr gut. 54 Prozent sprechen von einer Verbesserung gegenüber dem Frühjahr. In der vorherigen Umfrage waren es nur 25 Prozent. 60 Prozent der Firmen erwarten im kommenden Halbjahr eine vergleichbare Entwicklung, 33 (Frühjahr: 17) Prozent sogar eine Verbesserung. Bei 59 Prozent der Firmen ist der Umsatz seit dem Frühjahr gestiegen. Damals hatten nur 22 Prozent von einem Anstieg berichtet. Bei 38 Prozent liegt der Umsatz auf vergleichbarem Niveau. 47 (Frühjahr: 20) Prozent erwarten einen weiteren Anstieg.

Jedes dritte Unternehmen hat die Investitionen heraufgefahren, 58 Prozent haben sie auf dem Niveau des Frühjahrs gehalten. Das Geld fließt aber meist in Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen, an eine Erweiterung mit Personalaufbau denken nur 13 Prozent der Firmen.

Die Verbandunternehmen beschäftigen 22 000 Mitarbeiter. Die Betriebe, die an der Umfrage teilnehmen, haben 16 237 Beschäftigte. Ihre Zahl soll in den kommenden sechs Monaten stabil bleiben. In Jahresfrist haben die nordhessischen Metall- und Elektro-Unternehmen zwei Prozent der Mitarbeiter abgebaut. Foto: nh

Von Barbara Will

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