Unternehmen Fritz Emde baut Maschinen zum Befüllen von Feuerlöschern

Tüfteln für den Weltmarkt

Am Werk: Alles spielt sich in der Produktionshalle in Zierenberg ab. Von dort werden die Maschinen in die ganze Welt vertrieben. Mitarbeiter Wojciech Wrona testet hier eine Füllanlage. Fotos: Köppe

Zierenberg. In Feuerlöschern schlummert ein weißes Pulver, das viel Dreck macht, wenn es nach zwei Jahren gereinigt werden muss. Das war Ausgangspunkt für das Unternehmen Fritz Emde in Zierenberg, das heute Weltmarktführer auf seinem Gebiet ist.

Es fand eine Lösung, schnell und sauber Feuerlöscher aufzufüllen und zu warten, damit das weiße Löschpulver nicht verklumpt. Viktoria Emde-Finken erzählt: „Mein Vater hat sonntags immer gesagt: Nach dem Kirchgang können die Männer mit ihren Anzügen ruhig noch vorbeikommen und Feuerlöscher auffüllen.“ Der feine Anzug bliebe schwarz, weil er mit dem weißen Löschpulver nicht in Berührung komme.

Die 32-Jährige wird in den nächsten Jahren das Unternehmen ihres Vaters Fritz Emde übernehmen. Zwei Maschinentypen stellt der Familienbetrieb hauptsächlich her. Das eine sind Anlagen, mit deren Hilfe Feuerwehren, Autokonzerne, Gasfirmen und andere Feuerlöscher warten. Kunden sind eben diese oder spezielle Dienstleister.

Das andere sind Maschinen, die Feuerlöscher automatisch und am Fließband auffüllen. Die etwa acht Meter langen, vier Meter hohen und zwei Meter tiefen Anlagen sind so groß wie ein stattliches Wohnmobil und werden an Feuerlöscher-Hersteller verkauft.

Daneben stellt Fritz Emde Maschinen zum Auffüllen anderer Stoffe wie Schaum oder CO2 her. Der Umsatz wächst jährlich um etwa neun Prozent. Das 14-köpfige Mitarbeiter-Team ruht sich darauf nicht aus, sondern tüftelt weiter. „Wir sind immer für Überraschungen gut“, sagt Fritz Emde.

Im Oktober war das Unternehmen als Weltmarktführer für den Titel Hessen-Champion nominiert. Dieser wird an herausragende Unternehmen verliehen.

Von Dorothee Köppe

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