Krise beim Ferienflieger

Tuifly-Chaos: Bisher nur zehn Flüge am Freitag sicher

+
Menschenleere Check-In-Schalter von Tuifly am Flughafen in Hannover. 

Hannover - Der Ferienflieger Tuifly versucht mit gemieteten Maschinen und Besatzungen einen Teil der Flugausfälle aufzufangen. Diese Flieger heben am Freitag ab. 

Der Ferienflieger Tuifly versucht mit gemieteten Maschinen und Besatzungen einen Teil der Flugausfälle aufzufangen. Zehn Flüge könnten heute auf diese Weise stattfinden, teilte die zum Reisekonzern Tui gehörende Fluggesellschaft in der Nacht auf ihrer Internetseite mit. Dabei handelt es sich um vier Flüge von deutschen Flughäfen ins türkische Antalya, einen nach Palma de Mallorca sowie die zugehörigen Rückflüge - mit teils geänderten Abflugzeiten. "Alle weiteren Flüge ab Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aufgrund aktueller Crewengpässe für den 07. Oktober gestrichen", schreibt Tuifly.

Für weitere Rückflüge heute hat das Unternehmen nach eigenen Angaben Ersatzflüge in Planung. Aktuell seien insgesamt zwölf Verbindungen „absehbar“, heißt es. Für viele Rückflüge werde aber noch auf Rückmeldungen und Bestätigungen gewartet. Spätestens um 9 Uhr sollte es neue Informationen geben. Gäste in Urlaubsgebieten, deren Rückreise eigentlich bereits am Donnerstag angestanden hatte, sollen spätestens an diesem Freitag nach Hause fliegen können.

Kunden sollen sich im Internet informieren oder Hotline nutzen   

Die Fluggesellschaft empfiehlt allen Kunden, deren Flug mit TUI fly in den nächsten Tagen stattfinden soll, sich kurzfristig auf www.tuifly.com über den Status ihres Fluges zu informieren. Zudem können sich Kunden in Deutschland unter der kostenfreien Service-Hotline unter 0800 9006090 informieren.

Tuifly hatte am Donnerstagabend zunächst mitgeteilt, den Flugbetrieb am Freitag weitgehend einzustellen. 108 Flüge sollten ausfallen. Grund dafür sind massenhafte Krankmeldungen von Piloten und Flugbegleitern. Seit mehreren Tagen fallen bei Tuifly und auch Air Berlin Flüge aus, weil sich Crew-Mitglieder kurzfristig krankmelden. Der Urlaubsflieger steht vor einem Umbau, Arbeitnehmervertreter fürchten Job-Verluste.

"Auch in den kommenden Tagen kann es zu weiteren Flugstreichungen kommen. Die extem kurzfristigen Krankmeldungen machen es TUI fly unmöglich, frühzeitiger zu informieren und alternative Reisemöglichkeiten anzubieten," teilte die Airline am Freitag mit.

Reisebüros beklagen zusätzlichen Aufwand wegen Flugausfällen

Die Flugausfälle bei Tuifly und Air Berlin bedeuten für die Reisebüros viel zusätzliche Arbeit. Offenbar fühlen sie sich dabei nur unzureichend unterstützt. Der Branchenverband DRV mahnte am Freitag bei Veranstaltern und Airlines mehr Kulanz bei den Provisionen an. Die aktuellen Schwierigkeiten dürften nicht auf dem Rücken der Reisebüros ausgetragen werden, erklärte DRV-Vize Ralf Hieke laut einer Mitteilung. Neben den Reisenden seien die Mitarbeiter der Büros Leidtragende bei der aktuellen Tuifly-Krise. Für viele Tausende Urlauber müssten Stornierungen oder Umbuchungen vorgenommen werden, ohne dass der Mehraufwand vergütet werde.

dpa/js

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.