Mitgründer Dorsey verdoppelt Wert des Onlinedienstes

Twitters Milliarden

Da waren sie noch zu zweit: Die Twitter-Gründer Biz Stone (37, links) und Jack Dorsey (34). Fotos: dpa

Der Kurznachrichtendienst Twitter scheint nicht nur bei seinen Nutzern beliebt zu sein: Laut Wall Street Journal haben sich Investoren um Anteile an der Internetfirma zuletzt geradezu gerissen. Twitter sei damit sieben Mrd. Dollar (4,9 Mrd. Euro) wert, schrieb die Zeitung unter Berufung auf eine eingeweihte Person. Zuletzt hatte das Unternehmen im Dezember neues Kapital eingesammelt und war mit 2,5 Mrd. Euro bewertet worden.

Dabei hatte Jack Dorsey , der Twitter gemeinsam mit Programmierer-Kollege Biz Stone entwickelte, offenbar ursprünglich kein großes Interesse an Gewinnen. Man konzentriere sich eher auf Stabilität und einfache Nutzbarkeit, sagte er 2008 dem Technikmagazin Information-Week. Waren es damals eine Million Nutzer, zählt Twitter heute schätzungsweise mehr als 200 Millionen Mitglieder – und setzt auf Werbung zwischen den von den Nutzern verschickten Nachrichten.

Kein Wunder, dass Investoren einem Twitter-Börsengang entgegenfiebern und beobachten, was abseits der Börse für Firmenanteile gezahlt wird. Aus den Preisen wird der Gesamtwert errechnet, der im Fall eines Börsengangs noch deutlich steigen kann. Beim Netzwerk Facebook, dessen Börsengang 2012 erwartet wird, kursieren Summen von bis zu 70 Mrd. Euro.

Auf diesen Wert hofft offenbar auch Twitter. Im vergangenen Februar hatte das Unternehmen laut Medienberichten Übernahmeangebote von Google und Facebook ausgeschlagen. Damals war Twitters Wert auf sieben Mrd. Euro geschätzt worden. Insider rechnen demnach damit, dass der Wert zukünftig auf das Zehnfache steigt – obwohl mit dem Vorsitzenden Jack Dorsey nur noch einer der drei Twitter-Gründer an Bord ist.

2007 gründeten Dorsey und Stone die Firma gemeinsam mit dem Unternehmer Evan Williams. Er hatte bereits vor Twitter einen Online-Hit gelandet: 2003 verkaufte er den von ihm entwickelten Onlinetagebuch-Dienst Blogger für einen nicht genannten Preis an Google. Den Twitter-Vorstand verließ Williams im Oktober, um sich anderen Projekten zu widmen – der gleiche Grund, aus dem auch Biz Stone Ende Juni seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft bekannt gab. (dpa/ntz)

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