Umfrage: Deutsche Wirtschaft startet wieder durch

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Bauarbeiter in Berlin. Eine DIHK-Umfrage belegt: Die Bundesrepublik ist wieder der Wachstumsmotor in Europa.

Berlin - Gute Nachrichten: Nach der dramatischen Finanzkrise startet die deutsche Wirtschaft durch. Immer mehr Unternehmen melden glänzende Geschäfte, investieren in die heimische Produktion und schaffen neue Jobs.

Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 22 000 Firmen hervor. Die Bundesrepublik sei wieder der Wachstumsmotor in Europa.

“Die Konjunkturerholung beschleunigt sich ­ und das über alle Wirtschaftszweige hinweg“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben am Dienstag. Weltweit seien deutsche Waren ein Renner: “Der Export erfüllt einmal mehr seine Rolle als Zugpferd und hievt die Wirtschaft aus der Krise.“ Auch der schwache Euro helfe.

Mit einem Rückschlag auf dem Arbeitsmarkt rechnet die Wirtschaft nicht mehr. Im Jahr 2010 würden durchschnittlich 3,2 Millionen Menschen arbeitslos sein. “Das ist der niedrigste Wert seit 1992 ­ und das im ersten Jahr nach der schwersten Wirtschaftskrise seit vielen Jahrzehnten“, erklärte Wansleben in Berlin.

Diesen Marken vertrauen die Deutschen

Zum neunten mal hat "Readers Digest" in 16 europäischen Ländern ermittelt, welche Marken in den Augen des Verbauchers besonders vertrauenswürdig sind. In der Kategorie "Einzelhandel" hatte in Deutschland der Discounter "Aldi" die Nase vorn. © dpa
Insgesamt haben 23 287 Verbraucher an der Studie "Reader's Digest European Trusted Brands 2009" teilgenommen. Die Deutschen Teilnehmer wählten die "Allianz" auf Platz eins unter den Versicherungen. © dpa
Alleine in Deutschland haben sich an dieser Studie über 7000 Menschen beteiligt. Sie schenken mehrheitlich der Marke "Aral" ihr Vertrauen im Bereich "Kraftstoffe". © dpa
Bei den Spirituosen hat die Marke "Asbach" in Deutschland die Nase vorn. © ap
Aspirin ist sozusagen der Gesamtsieger im Bereich der Schmerzmittel. In Österreich, Spanien, Schweiz und Deutschland wurde das Produkt aus dem Hause Bayer auf Platz eins gewählt. © dpa
Noch besser schnitt sogar die Firma "Canon" ab. Im Bereich Fotogeräte belegte diese Marke in 13 der 16 Länder Platz eins. Auch in Deutschland. © dpa
Ein beliebtes Frühstück: Müsli oder eben Cornflakes. Die absolute Vormachtstellung in Sachen Verbrauchervertrauen besitzt im Bereich der Frühstückscerealien die Marke "Kellog's". Platz eins in Deutschland und neun weiteren Ländern. © dpa
In Sachen Computer genießt "Fujitsu Siemens in Deutschland das meiste Vertrauen. In neun Ländern wurde allerdings die Marke "Hewlett Packard", bzw. "HP Compaq" gewählt. © dpa
Die deutsche Nummer eins im Bereich Bekleidung: C&A. © dpa
Bei Erkältungen verlassen sich die Deutschen längst nicht nur auf Hausmittel. Arzneimittel der Marke "Wick" liegen in Deutschland, Belgien und Frankreich im Bereich "Erkältungsmittel" auf Platz eins. © dpa
Die deutsche Nummer eins unter den Reinigungsmitteln: Produkte der Marke "Frosch". © Frosch
Die neue Nummer eins der "Internet Service Provider": Google beendet die jahrelange Vorherrschaft von AOL. © dpa
Im Bereich Haarpflege vertrauen die Deutschen der Marke "Schwarzkopf". Gesamtsieger ist aber "Pantene" (drei mal Platz eins). © dpa
Ob Lakritzschnecken oder Gummibärchen: Die deutsche Nummer eins bei den Süßigkeiten ist Haribo in der Verbrauchergunst. © dpa
Ob die Gurkenmaske alleine reicht? Viele verlassen sich lieber auf Kosmetika: In Deutschland vertraut man "Yves Rocher", gleich fünf Nationen wählen allerdings "Nivea" auf Platz eins. © dpa
Kreditkarten gibt es viele, doch die Vormachtstellung scheint in Europa klar definiert: Gleich in 14 Nationen, darunter auch Deutschland, sprachen die Verbraucher "VISA" ihr Vertrauen aus. © dpa
Ob es an dem Kochstudio aus der Werbung liegt? Im Bereich Lebensmittel hat "Maggi" in Deutschland die Nase vorn. © ap
Nicht nur Waschmaschinen fallen unter die Kategorie Küchengeräte. Die Firma "Miele" lag gleich in fünf Ländern vorne. Auch in Deutschland. © dpa
"Müllermilch" holte in Deutschland bei den Milchprodukten die Topplatzierung. © dpa
Der absolute Primus. "Nivea" aus dem Hause Beiersdorf liegt in der Kategorie Hautpflege in allen 16 Ländern vorne. Und das zum fünften mal in Folge. © dpa
Durch die Werksschließung in Bochum zwar in die Kritik geraten, doch noch immer die Nummer eins im Ansehen des Verbrauchers: Nokia gewinnt in der Kategorie Mobilfunkhersteller. Und das ebenfalls in allen 16 Ländern. © dpa
Die Kette "Obi" führt in Deutschland in der Kategorie Gartenbedarf. © dpa
Platz eins im Bereich der Mundpflege: "Odol". © dpa
Bei den Waschmitteln überzeugt die Marke "Persil" die Verbraucher in Deutschland, Österreich und England. Der Konkurrent "Ariel" gewann gleich in sechs europäischen Ländern. © dpa
Nach wie vor die Nummer eins der Deutschen in Sachen Sekt: Die Marke "Rotkäppchen". © dpa
Manche können gar nicht genug davon bekommen: Schuhe. Das größte Vertrauen unter den hiesigen verbrauchern genießen Treter der Marke "Rieker". © ap
In Sachen Finanzen müssen Banken derzeit um das Vertrauen ihrer Kunden besonders hart kämpfen. Die "Sparkassen" genießen derzeit die größte Gunst. © ap
"TUI" genießt in Deutschland und Österreich das meiste Vertrauen im Bereich der Reiseanbieter. © dpa
Der Mobilfunkanbieter "Vodafone" wurde in Deutschland und Rumänien auf Platz eins gewählt... © dpa
... Kurios: Der Anbieter "T-Mobile" liegt dafür in Tschechien vorne. © dpa
Vitamine kann man duch frisches Obst zu sich nehmen, oder durch Tabletten. Im Breich der Vitamintabletten vertrauen die Konsumenten in Deutschland der Marke "Centrum". © ap
Bei den Automarken liegt häufig eine starke Marke aus dem eigenen Land vorne. "Volkswagen" belegte aber nicht nur in Deutschland die Spitzenposition, sondern auch in Österreich, Schweiz und Polen. © dpa

Erstmals seit zwei Jahren wollen wieder mehr Firmen Arbeitsplätze schaffen als Stellen streichen. Besonders viele neue Jobs entstünden in folgenden Branchen: Zeitarbeit, Informationstechnik, Gesundheit, Luftverkehr, Unternehmens- und Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Ingenieurbüros, Elektrotechnik, Energie, Versicherungen, Leasingunternehmen, Werbewirtschaft, Hotels, Großhandel und Metallverarbeitung.

Im laufenden Jahr rechnet der DIHK mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent. Das ist deutlich mehr als viele andere Experten und die Bundesregierung erwarten.

In der Umfrage bewerten mehr als ein Viertel der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut (28 Prozent), über die Hälfte als befriedigend (54 Prozent) und nicht einmal jedes fünfte als schlecht (18 Prozent). “Erstmals seit Krisenbeginn überwiegen damit die guten Lageurteile der Unternehmen wieder die schlechten.“

Fast euphorisch ist die Stimmung in der Industrie - dort erreichten die Erwartungen den historisch zweithöchsten Wert in einer DIHK-Umfrage. Der schwache Euro im Vergleich zum US-Dollar macht deutsche Produkte im Nicht-Euro-Ausland billiger und fördert den Absatz. Umgekehrt werden aber Energie-Importe, die in Dollar abgerechnet werden, teurer.

Die Wirtschaft fordert von der schwarz-gelben Bundesregierung, das 80-Milliarden-Sparpaket konsequent umzusetzen. “Die finanzielle Situation in den Haushalten des Staates und auch die Schuldenbremse verbieten ein Zerreden des Themas“, kritisierte Wansleben den Streit in der Koalition.

dpa

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