Umfrage: Auch gute Manager verdienen zu viel

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Die Deutschen haben kein Verständnis für die hohen Gehälter von Managern - auch dann nicht, wenn sie ihren Job gut erledigen.

Düsseldorf - Die meisten Deutschen haben kein Verständnis für die sehr hohen Gehälter von Managern. Auch nicht, wenn sie ihren Job eigentlich gut erledigen.

Auch wenn die Geschäftsmänner erfolgreich arbeiteten, rechtfertigt das nach Ansicht der Bundesbürger keine Millionenbeträge auf dem Konto. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des „Handelsblatts“ (Freitag) unter mehr als 1000 Bürgern. Demnach finden 71 Prozent der Befragten, dass auch ein Manager, der gute Gewinne einfährt, kein Millionengehalt bekommen sollte. Nur ein Viertel (26 Prozent) hält die hohen Summen für angemessen.

Besonders für Frauen gilt laut Forsa-Chef Manfred Güllner: „Der Raffmanager ist der Buhmann.“ Für 78 Prozent der befragten Frauen haben die Millionenschweren die hohen Summen nicht verdient. Das sahen nur 63 Prozent der Männer so.

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

Platz 10: Karl Albrecht (90) ist der reichste Deutsche. Sein Vermögen wird auf rund 23,5 Milliarden Dollar geschätzt. Er ist Mitbegründer und Eigentümer des Lebensmitteldiscounters Aldi. © dpa
Platz 9: Der Spanier Amancio Ortega (74) hat sein Vermögen von rund 25 Milliarden Dollar mit der Modekette Zara gemacht. © dpa
Platz 8: Der Brasilianer Eike Batista (53)  ist mit geschätzten 27 Milliarden Dollar der reichste Mann des Landes. Er hat eine deutsche Mutter und machte sein Vermögen mit einer Holding, die ein Dutzend Konzerne verschiedenster Branchen vereint - unter anderem Öl, Erz, Energie und Logistik. © dpa
Platz 7: Der reichste Franzose Bernard Arnault (61) verfügt über ein Vermögen von rund 27 Milliarden Dollar. Er ist Vorstandsvorsitzender des Luxusgüterkonzerns LVMH zu dem auch Louis Vuitton, Moet & Chandon sowie Hennessy gehören. © dpa
Platz 6: Der Amerikaner Lawrence Ellison (65) nennt rund 28 Milliarden Dollar sein Eigen. Er ist Gründer und Präsident des Softwarekonzerns Oracle. © dpa
Platz 5: Der Inder Lakshmi Mittal (59) hat sein Vermögen von rund 28,7 Milliarden Dollar mit einem Stahlwerksimperium gemacht. © dpa
Platz 4: Mukesh Ambani (52) ist mit rund 29 Milliarden Dollar der reichste Inder der Welt. Er ist Vorstandsvorsitzender einer Petrohcemiefirma. © dpa
Platz 3: Warren Buffett (79), Großinvestor und Unternehmer, verfügt über ein geschätztes Privatvermögen von rund 47 Milliarden Dollar. Er spendete den Großteil seines Geldes an Stiftungen. © dpa
Platz 2: Bill Gates (54) besitzt rund 53 Milliarden Dollar. Sein Vermögen häufte er durch die Gründung von Microsoft an. Er führte die Forbes Liste  lange Zeit an. Wie Warren Buffett spendete er den Großteil seines Vermögens. © dpa
Platz 1: Carlos Slim (70) ist mit geschätzten 53,5 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt. Der Mexikaner führt erstmals die Forbes-Liste an. Er profitierte davon, dass sich sein Telekommunikationsunternehmen nach der Finanzkrise sehr schnell erholte. Zudem kaufte er angeschlagene und staatseigene Unternehmen auf, sanierte sie und verkaufte sie gewinnbringend. © dpa

Ein etwas anderes Bild zeigt sich im Generationenvergleich: Für 37 Prozent der 18- bis 29-jährigen Befragten stehen gut arbeitenden Managern die Millionen durchaus zu. In der Gruppe der über 59-Jährigen sagen das nur 18 Prozent.

Top-Verdienste fuhren auch viele Manager von Dax-Unternehmen wegen der satten Gewinne ihrer Konzerne im vergangenen Jahr ein. Im Vergleich zum Vorjahr sei das Gehalt der Vorstandsvorsitzenden ohne Altersversorgung und Nebenleistungen um 14 Prozent gestiegen - auf rund 5,5 Millionen Euro. Das ergab eine Auswertung der Geschäftsberichte von 17 der 30 Riesen auf dem Börsenparkett, die das Beratungsunternehmen Towers Watson am vergangenen Dienstag in Frankfurt vorlegte. 13 Geschäftsberichte - etwa von der Deutschen Bank und der Deutschen Börse - fehlten in der Analyse aber noch.

dpa

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