Spiegelung des Zinsniveaus

Umlaufrendite: Indikator für sichere Geldanlagen

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Die Deutsche Bundesbank (im Vordergrund) ermittelt täglich die aktuelle Umlaufrendite. Foto: Boris Roessler

Die Umlaufrendite ist eine wichtige Größe im Finanzwesen. Sie wird täglich von der Deutschen Bundesbank ermittelt und ihr Wert hängt unmittelbar mit dem Zinsniveau zusammen.

Stuttgart (dpa/tmn) - Die Umlaufrendite kann Anlegern Orientierung geben. "Dieser Wert beschreibt die durchschnittliche Rendite der im Umlauf befindlichen festverzinslichen Wertpapiere der öffentlichen Hand", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart.

Sie wird von der Deutschen Bundesbank ermittelt und spiegelt das Zinsniveau des Kapitalmarktes wider. In die Berechnung gehen vor allem deutsche Staatsanleihen mit Restlaufzeiten von drei bis 30 Jahren ein.

"Die Umlaufrendite ist ein Indikator für die Rendite sicherer Geldanlagen", erklärt Nauhauser. Sie gilt auch als Referenzzins für einige Anlageprodukte sowie variabel verzinste Darlehen. Das heißt: Steigt die Umlaufrendite, steigen in der Regel auch die Zinsen für Festgelder, Sparbriefe oder Immobilienkredite. Fällt die Umlaufrendite, sinken auch die übrigen Zinsen.

Und so kann man derzeit gut das generell niedrige Zinsniveau ablesen: Lag die Umlaufrendite Anfang 2011 bei etwa 2,7 Prozent, lag sie im November 2016 bei etwa 0,10 Prozent. "Zwischendurch war sie auch mal im negativen Bereich", sagt Nauhauser. "Das zeigt, dass einige Anleger für sehr sichere Anlagen sogar bereit waren, Geld zu zahlen statt Erträge zu erhalten."

Für Anleger, die Renditen jenseits von null Prozent erzielen wollen, heißt das: "Mischen Sie sichere mit chancenreicheren Produkten", sagt Nauhauser. "Verschiedene Anlageklassen entwickeln sich unterschiedlich." So sind 2016 die Zinsen gefallen, die Preise für Aktien, Gold und Immobilien dagegen im Schnitt gestiegen.

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