"Zu wenig Information zu Produktlebensdauer"

Umweltbundesamt will Label für Lebensdauer von Elektrogeräten

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Alte Elektrogeräte auf einem Recyclinghof in Stuttgart. Foto: Daniel Naupold

Berlin - Das Umweltbundesamt arbeitet an Vorschlägen für eine Mindestlebensdauer-Kennzeichnung für Elektrogeräte.

"Wir sehen, dass Verbraucher zu wenig Informationen zur Produktlebensdauer haben", sagte Ines Oehme, im Umweltbundesamt für Ökodesign und Umweltkennzeichnung zuständig, dem Sender SWR3. Produkte müssten eine verlässliche Mindestlebensdauer haben, ohne dass in dieser Zeit Reparaturen anfielen.

Wie eine Kennzeichnung oder ein Label aussehen könnte, ist noch offen. Oehme betonte: "Man kann nicht immer nach Jahren messen, sondern in Leistungszyklen. Bei einer Waschmaschine die Zahl der Waschgänge, bei einer Lampe die Zahl der Brennstunden oder beim Motor die Zahl der Stunden."

Die Präsidentin des Umweltbundesamtes, Maria Krautzberger, forderte die EU auf, Hersteller von Smartphones und anderer mobiler Elektronik-Geräte zum Einbau leicht austauschbarer Akkus zu verpflichten. Damit solle die Nutzungsdauer der Geräte verlängert und das Elektroschrott-Aufkommen verringert werden, sagte Krautzberger der "Frankfurter Rundschau" (Donnerstag).

Ökologische Kriterien müssten in der Produktentwicklung stärker verankert werden. Im Fall der Smartphones könne die EU tätig werden und austauschbare Akkus für Produkte mit häufigem Ladebedarf über die "Öko-Design-Richtlinie" vorschreiben.

Während früher Handys standardmäßig mit Wechselakkus ausgerüstet wurden, ist bei Smartphones, Tablets und anderen Geräten heute der fest eingebaute Akku Standard. Ein Austausch beim Hersteller oder in Fachwerkstätten ist teuer, weswegen Kunden oft zum einem Neugerät greifen.

dpa

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