Fast drei Milliarden Becher pro Jahr

Umweltminister wollen Kaffeebecher-Flut stoppen

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Einweg-Kaffeebecher

Berlin - Beim Abschluss der Umweltministerkonferenz betonen die Teilnehmer, dass der Einsatz von Coffee-to-go-Bechern reduziert werden müsse. Auch rechtliche Maßnahmen sollen geprüft werden.

Die Umweltminister wollen die steigende Flut von Coffee-to-go-Bechern eindämmen. Sie betonten am Freitag zum Abschluss der Umweltministerkonferenz von Bund und Ländern in Berlin die „Notwendigkeit, den Einsatz von Einwegbechern zu reduzieren“. In dem Beschluss, für den sich Bayern und Hessen eingesetzt hatten, heißt es, der Bund solle die ökologische Bedeutung des zunehmenden Verbrauchs von Einwegkaffeebechern untersuchen. Außerdem solle geprüft werden, ob sich durch Verbraucheraufklärung und freiwillige Maßnahmen der Wirtschaft eine Reduzierung erreichen ließe.

Für den Fall, dass die Zahl der verwendeten Becher dadurch nicht sinken sollte, drohen die Minister aber auch jetzt schon mit Zwang. In ihrem Beschluss bitten sie den Bund, „die Möglichkeiten anderweitiger, rechtlicher Maßnahmen zu prüfen“. Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) sagte, bei den Plastiktüten habe sich gezeigt, dass Selbstverpflichtungen bei der Umsetzung von Umweltzielen funktionieren könnten. Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe werden in Deutschland jedes Jahr fast drei Milliarden Coffee-to-go-Becher benutzt.

Kürzlich hatten die Grünen gefordert, den Verbrauch von Kaffeekapseln aus Aluminium einzudämmen. "Der Trend zu Kaffeekapseln" sei "ökologisch ein Irrweg", der eine enorme Ressourcen- und Energieverschwendung darstelle, sagte der umweltpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Peter Meiwald, im Spiegel. Auch er schlug ein Pfandsystem als Möglichkeit vor, die Nutzung zu reduzieren.

dpa, kf

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