Umweltministerium warnt vor Stromengpässen im Mai

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Blick nach Sonnenuntergang auf die Kühltürme des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld (Unterfranken). Das Umweltministerium warnt vor Stromengpässen im Mai.

Berlin - Das Umweltministerium warnt in einem internen Papier vor Engpässen im Stromnetz im Mai, weil dann nur noch fünf oder sechs Atomkraftwerke am Netz sein sollen.

Dies meldet die “Bild“-Zeitung am Donnerstag. Hintergrund sind geplante Revisionen an Reaktoren, die neben dem Atom-Moratorium die Kapazität zusätzlich beschneiden. Experten erwarten, dass zeitweilige Stromimporte die Folge sein könnten.

Die Zeitung zitiert aus dem Papier: “Kurzfristige Engpässe sind nicht auszuschließen.“ Das Problem sei zwar theoretisch beherrschbar, doch müsse das Netzmanagement verbessert werden. Würde das Stromnetz in Deutschland instabil, könnte dies auch die Netzstabilität in den Nachbarländern gefährden.

Diese deutschen AKWs müssen sofort vom Netz

Die sieben ältesten deutschen Atomkaftwerke werden für drei Monate abgeschaltet. Bis zum 15. Juni sollen die Reaktoren umfassend auf ihre Sicherheit überprüft werden. Dabei handelt es sich um die folgenden AKWs: © dpa
Biblis A (Hessen) © dpa
Biblis B (Hessen) © dpa
Neckarwestheim 1 (Baden-Württemberg) © dpa
Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) © dpa
Isar 1 (Bayern) © dpa
Unterweser (Niedersachsen) © dpa
Philippsburg (Baden-Württemberg) © dpa

Wegen des Moratoriums der Bundesregierung sind acht der 17 deutschen Reaktoren für drei Monate bis Mitte Juni abgeschaltet. Bei weiteren Kraftwerken planen die Betreiber für Mai Revisionen.

dapd

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