Amt entscheidet

Protest in München gegen Patent auf Tomaten

+
Umweltschützer protestieren vor dem Europäischen Patentamt in München. Das beschäftigt sich heute mit dem Streit um ein Patent auf Tomaten und Brokkoli. 

München - Dürfen Tomaten und Brokkoli patentiert werden? Mit dieser Frage hat sich am Montag die Große Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes (EPA) in München abschließend befasst.

Die Kammer sollte klären, ob Früchte und Samen spezieller biologischer Pflanzenzüchtungen patentiert werden dürfen. Auslöser dafür war das Patent des israelischen Landwirtschaftsministeriums auf die sogenannte „Schrumpeltomate“, gegen das der niederländische Konzern Unilever Einspruch eingelegt hatte. Seit acht Jahren wird über den Fall gestritten.

Während der Verhandlung protestierten vor dem Amt etwa 100 Umweltschützer, teilte ein Greenpeace-Sprecher mit. Sie befürchten, dass sich große Chemiekonzerne mit Hilfe der Patente eine Monopolstellung auf dem Lebensmittelmarkt sichern könnten und dadurch die Preise steigen. „Die Politik muss den Ausverkauf unserer Lebensgrundlagen stoppen“, erklärte Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.

Die Große Beschwerdekammer entscheidet am Freitag in letzter Instanz. Ihr Urteil ist für alle anderen Kammern bindend. Wann es bekanntgemacht wird, ist noch offen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.