Tarifvertrag entscheidend

Urlaubsgeld ist freiwillige Leistung des Arbeitgebers

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Wenn Urlaubsgeld nicht im Arbeits- und Tarifvertrag geregelt ist, hat der Arbeitnehmer keinen Anspruch darauf. Foto: Andrea Warnecke

Das Urlaubsgeld ist ein willkommener Zuschuss für die eigene Reisekasse. Doch unter welchen Voraussetzungen hat der Arbeitnehmer überhaupt Anspruch auf Urlaubsgeld?

Berlin (dpa/tmn) - Arbeitnehmer haben keinen Anspruch auf Urlaubsgeld. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers, erklärt die Gewerkschaft Verdi auf ihrer Webseite.

Anders liegt der Fall laut DGB-Rechtsschutz nur, wenn das Urlaubsgeld in Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt ist. Auch hier kann der Arbeitgeber aber festlegen, dass die Zahlung freiwillig ist und jederzeit widerrufen werden kann. Nach einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung bekommen nur etwa zwei von fünf Arbeitnehmern (43 Prozent) Urlaubsgeld.

Gibt es in einem Betrieb Urlaubsgeld oder ähnliche Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld, gilt allerdings die Regel "Gleiches Recht für alle": Teilzeitkräfte oder Minijobber müssen dann laut Verdi ebenso Urlaubsgeld bekommen. Hat der Arbeitgeber mehrere Jahre lang im Sommer etwas mehr bezahlt, darf er den Bonus außerdem nicht ohne weiteres stoppen: Dann gilt eventuell der Grundsatz der betrieblichen Übung. Die durchzusetzen, ist allerdings im Einzelfall oft nicht ganz einfach, warnt die Gewerkschaft.

Verdi zu Urlaubsgeld

DGB-Rechtsschutz zu Urlaubsgeld

Mitteilung der Hans-Böckler-Stiftung

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