US-Behörde: Korruption hatte bei Daimler System

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Die US-Börsenaufsicht SEC erhebt schwere Korruptions-Vorwürfe gegen Daimler.

New York - Korruption gehörte nach Ansicht der US-Börsenaufsicht zum Alltag bei Daimler. Das sind die konkreten Vorwürfe:

“Die Praxis bei Daimler, sich Geschäfte durch das Zahlen von Bestechungsgeldern an ausländische Regierungsbeamte zu sichern, war in etlichen wichtigen Sparten und Tochtergesellschaften verbreitet und durch das Topmanagement gedeckt“, schreibt die SEC in ihrer Anklageschrift. Über zehn Jahre hinweg sollen insgesamt 56 Millionen Dollar geflossen sein.

Die Behörde belastet in der am Donnerstag veröffentlichen Stellungnahme vor allem die wichtigen Köpfe im Auslandsvertrieb schwer. Die Kontrollmechanismen seien mangelhaft gewesen, stellte die SEC fest. An vielen Stellen habe es de facto gar keine Kontrolle gegeben. Die Konzernrevision, die Rechtsabteilung und die Buchhaltung hätten sogar dabei geholfen, Schmiergeldzahlungen zu vertuschen.

Der neue Mercedes-Benz SLS AMG

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Daimler soll durch krumme Geschäfte mindestens 6300 Lastwagen, Transporter und Busse sowie 500 Autos verkauft haben. Die SEC bezifferte den Umsatz auf 1,9 Milliarden Dollar und die illegalen Gewinne auf mindestens 91,4 Millionen Dollar. Inwiefern auch die Vorstandsetage eingeweiht war, lässt der Bericht der Börsenaufsicht offen. Es ist nur die Rede vom “Senior Management“.

Nach jahrelangen Ermittlungen hatte das US-Justizministerium Daimler zu Wochenbeginn der Korruption in mindestens 22 Ländern angeklagt. Der Autohersteller soll insgesamt 185 Millionen Dollar Strafe zahlen. Die Missstände, die von 1998 bis 2008 reichten, hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche zwischenzeitlich abgestellt. Etwa 45 Beschäftigte mussten den Konzern verlassen. Daimler selbst schweigt beharrlich zu den Vorwürfen, hat sich im Rahmen des Vergleichs mit den US-Behörden aber schuldig bekannt.

dpa

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