US-Chef Michael Horn verlässt Volkswagen im Zuge des Abgas-Skandals

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Der US-Vorstandschef von VW, Michael Horn, tritt im Abgas-Skandal zurück. Foto: Uli Deck

Volkswagen kommt in der Affäre um manipulierte Emissionswerte nicht zur Ruhe. Michael Horn, der Verantwortliche für das Geschäft in den USA - wo der Skandal seinen Lauf nahm - tritt zurück.

Herndon (dpa) – Der krisengeschüttelte Autobauer VW verliert mitten im Abgas-Skandal seinen US-Chef. Der Vorstandsvorsitzende Michael Horn verlasse das Unternehmen im gegenseitigen Einverständnis mit der Volkswagen AG mit sofortiger Wirkung, teilte die US-Tochter Volkswagen Group of America mit.

Hinrich Woebcken, der für Volkswagen seit kurzem bereits in leitender Funktion für die Region Nordamerika verantwortlich ist, übernehme Horns Tätigkeiten zunächst übergangsweise, heißt es in der Mitteilung. Horn hatte den Spitzenjob erst im Januar 2014 angetreten.

In die Amtszeit des 54-Jährigen fiel das Bekanntwerden der Affäre um manipulierte Abgaswerte, die den Konzern in eine schwere Krise gestürzt hat. Der ehemalige Konzern-Chef Martin Winterkorn war bereits im September zurückgetreten, wenige Tage vorher hatte das US-Umweltamt EPA den Skandal publik gemacht.

VW hatte kurz nach den Vorwürfen der US-Behörden eingeräumt, in den Vereinigten Staaten bereits seit 2009 mit einer speziellen Betrugs-Software in großem Stil Emissionswerte bei Hunderttausenden Dieselwagen gefälscht zu haben. Der Konzern ist mit zahlreichen Klagen konfrontiert. Es drohen Milliardenstrafen.

VW-Mitteilung

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