US-Justiz will Madoff-Mitarbeitern ans Geld

+
Bernard Madoff (r.) ist wegen Milliardenbetruges zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Frank DiPascali (M.), sein Finanzchef, bekannte sich vor einem Bundesgericht in New York unter anderem der Verschwörung schuldig und sprach ausdrücklich von weiteren Mitwissern. Gegen diese wird ermittelt.

New York - Die Mitarbeiter des Milliardenbetrügers Madoff sind ins Visier der US-Justiz geraten. Drei Verfahren sind im Gange.

Während Milliardenbetrüger Bernard Madoff längst in einem amerikanischen Bundesgefängnis einsitzt, geht die Suche nach den Mittätern weiter: Die Staatsanwaltschaft erhob Klage gegen zwei ehemalige Büroangestellte von Madoffs Investmentfirma. Sie hat es auf deren Vermögen abgesehen.

Insgesamt will die Justiz bei Annette Bongiorno und JoAnn Crupi rund fünf Millionen Dollar eintreiben, weil sie von dem Betrug gewusst hätten. Beide Frauen haben nach Angaben des “Wall Street Journal“ mehr als 25 Jahre für Madoff gearbeitet, die eine als Bürochefin, die andere half bei der Verwaltung der Fonds. Strafrechtlich haben die Frauen vorerst nichts zu befürchten.

Ihrem ehemaligen Chef erging es da schlechter: Ein Gericht verurteilte Madoff zu 150 Jahren Haft. Er hatte an der Wall Street ein mehr als 60 Milliarden Dollar schweres Schneeballsystem aufgezogen. Der Großteil des Geldes ist weg. Sein ehemaliger Finanzchef Frank DiPascali wartet noch auf sein Verfahren. Er hat sich bereits schuldig bekannt. Ein Richter setzte ihn am Dienstag, 22. Juni,  aber bis zur Verhandlung gegen Kaution auf freien Fuß. Madoff selbst schwört Stein und Bein, allein gehandelt zu haben.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.