Ärger für deutschen Autobauer

US-Kanzlei verklagt Audi wegen neuer Betrugssoftware

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Eine US-Anwaltskanzlei hat gegen den Autobauer Audi eine Sammelklage wegen einer neuen Betrugssoftware eingereicht.

Ingolstadt - Nach Berichten über eine neue Betrugssoftware bei Audi hat eine US-Anwaltskanzlei eine Sammelklage gegen den deutschen Autobauer eingereicht.

Mit der bereits am Dienstag eingereichten Klage würden Entschädigungszahlungen und eine Korrektur der überhöhten Kaufpreise für die Luxusautos gefordert, teilte die Kanzlei Hagens Berman am Mittwoch in Seattle mit.

Die neu entdeckte Betrugssoftware unterscheidet sich von der im vergangenen Jahr entdeckten Software. VW hatte im September 2015 nach Ermittlungen von US-Behörden eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine illegale Software eingesetzt zu haben. Diese sorgte bei Abgastests für einen geringeren Ausstoß von Stickoxiden. Die jetzt von der kalifornischen Umweltbehörde CARB bei einem Audi mit Benzinmotor und Automatikgetriebe entdeckte weitere illegale Softwarefunktion soll hingegen den CO2-Wert im Testbetrieb senken.

"Diese Art der schamlosen Missachtung von Umweltvorschriften der Bundesbehörden und der Verbrauchererwartungen ist inakzeptabel", erklärte die US-Kanzlei. Verbraucher hätten sehr hohe Preise für angeblich umweltfreundliche, den Vorschriften entsprechende Luxusautos bezahlt, stattdessen aber "unerlaubt umweltschädliche Autos und leere Versprechungen" bekommen.

Die "Bild am Sonntag" hatte am Wochenende berichtet, der Ingolstädter Autobauer habe die Software auch für Dieselautos und Benziner in Europa verwendet. Betroffen seien leistungsstarke Audi-Modelle mit dem Stufenautomatik-Getriebe mit der internen Bezeichnung AL 551. Die kalifornische Umweltbehörde wollte sich am Montag wegen laufender Ermittlungen nicht zu den Berichten äußern.

AFP

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