Arbeitskampf

Verband Pro Bahn kritisiert Gewerkschaft GDL

+
Ein Mitglied der Lokführergewerkschaft GdL.

Berlin - Der Fahrgastverband Pro Bahn hat das Vorgehen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im aktuellen Arbeitskampf als unangemessen kritisiert.

„Die Streiks der Lokführer sind besonders heftig und werden sehr kurzfristig angekündigt“, sagte der Ehrenvorsitzende des Verbandes, Karl-Peter Naumann, der „Nordwest-Zeitung“ (Freitag). „Beim ersten Warnstreik wollte die Gewerkschaft nur den Güterverkehr bestreiken, und dann sind die S-Bahnen in Berlin und Hamburg nicht gefahren. Das ist nicht die ganz feine Art. Wenn Arbeitnehmer drei Stunden später nach Hause kommen, ist das für einen Warnstreik nicht angemessen.“

Naumann weiter: „Sicherlich haben die Lokführer ein Recht, Tarifverhandlungen zu führen und auch zu streiken. Die Lokführer haben aber nicht alles getan, um einen Streik zu vermeiden.“ Als Beispiel nannte er gemeinsame Aktionen mit den Fahrgästen - etwa Unterschriftenaktionen. „Diese Chance ist noch nie genutzt worden.“

In der vergangenen Woche hatten Lokführer zweimal mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt, was zu zahlreichen Zugausfällen führte. Im Oktober drohen der Deutschen Bahn und ihren Fahrgästen längere Streiks. Die GDL beschloss am Donnerstag, die Urabstimmung über einen Arbeitskampf bei dem Unternehmen einzuleiten. Bis zur Auszählung der Stimmen am 2. Oktober soll es keine weiteren Warnstreiks geben, teilte die GDL mit.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.