Verband sieht ostdeutsche Bäckereien durch Mindestlohn gefährdet

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Die handwerklichen Bäckereien in den östlichen Bundesländern haben Schwierigkeiten den ab nächsten Jahr geltende Mindestlohn zu zahlen. Foto: Berliner Verlag/Steinach

Berlin/München (dpa) - Steigende Preise und Schließungen von Bäckereien: Der vom kommenden Jahr an geltende Mindestlohn von 8,50 Euro macht dem deutschen Bäckerhandwerk nach eigenen Angaben schwer zu schaffen. Besonders stark zu leiden hätten die handwerklichen Bäckereien in den östlichen Bundesländern, wie der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes, Amin Werner, dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte.

Grundsätzlich würden Brot und Brötchen aufgrund des Mindestlohnes teurer, viele Bäckereien hätten die Preise schon erhöht. Wegen der harten Konkurrenz der Discounter könnten die höheren Kosten aber nicht komplett weitergegeben werden, sagte Werner.

Auch die "Wirtschaftswoche" berichtete über die Sorgen des Bäckerhandwerks. Der Branchenverband habe Regierung und Parlament aufgefordert, den Mindestlohn befristet für zwei Jahre auszusetzen. Nur mit einer solchen Maßnahme könnten fünf bis zehn Prozent der handwerklichen Bäckereien in Ostdeutschland gerettet werden, die ansonsten die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns nicht überdauern würden. Dem "Focus" sagte Werner: "20 bis 30 Prozent der handwerklichen Bäckereien in Ostdeutschland werden den Mindestlohn nicht überleben." Für die Bundesregierung stehen laut dem Bericht Ausnahmen für einzelne Branchen nicht zur Debatte. Einzige Ausnahme: die Zeitungsausträger.

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