Verbraucherportal: Ökostrom-Umlage viel zu hoch angesetzt

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Mehr als eine Milliarde Euro haben Verbraucher laut Verivox zu viel für die Ökostrom-Umlage bezahlt.

Berlin - Die von allen Stromverbrauchern zu zahlende Ökostrom-Umlage ist nach Berechnungen des Verbraucherportals Verivox für 2011 um bis zu 1,3 Milliarden Euro zu hoch angesetzt worden.

Die Netzbetreiber hatten im Oktober 2010 unter anderem wegen eines unerwarteten Booms bei Solaranlagen mitgeteilt, dass die Umlage von rund 2 auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde Strom steigen werde.

Allerdings gingen letztlich weniger Solarstromanlagen ans Netz als zunächst hochgerechnet. Daher hätten 2,7 Cent pro Kilowattstunde wohl ausgereicht. Die zu hohe Ökostrom-Umlage wird dazu führen, dass die Mehrbelastungen 2011 in die Umlage für kommendes Jahr eingerechnet werden - die Verbraucher also dann mit Entlastungen rechnen können. Das Umweltministerium hält für 2012 eine Umlage von unter drei Cent pro Kilowattstunde für möglich.

Seit dem Jahreswechsel erhöhten laut Verivox 750 Versorger die Preise um im Schnitt sieben Prozent und verwiesen dabei meistens auf die gestiegene Erneuerbare-Energien-Umlage. Anbieter müssten die Umlage aber nicht 1:1 an die Kunden weitergeben, so die Ökoenergie-Branche. So dämpfe mehr Strom aus Solar-, Windkraft-, Wasserkraft- oder Biogasanlagen die Einkaufspreise an der Strombörse in Leipzig.

dpa

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