K+S hält Angebot für Roßleben aufrecht

Verkauf von Bergwerk verschoben

Kassel/rossleben. Das Bieterverfahren um das stillgelegte Kali-Bergwerk Roßleben im Grenzgebiet von Thüringen und Sachsen-Anhalt ist bis zum Frühjahr 2011 ausgesetzt worden. Das teilte die bundeseigene Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung stillgelegter Bergwerke in den neuen Ländern (GVV) mit.

Wie berichtet, hatte sich neben dem Kasseler K+S-Konzern auch ein israelisches Konsortium namens Florett um den Zuschlag bemüht. Beide wollen das alte Bergwerk wieder in Betrieb nehmen. K+S hat für den Fall des Zuschlags Investitionen von 600 Millionen Euro und die Schaffung von 700 Jobs zugesichert. Wieviel Kasseler und Israelis für das 1991 stillgelegte Bergwerk geboten haben, ist unbekannt. Nach GVV-Schätzungen lagern dort 200 Mio. Tonnen Kali - genug für 30 bis 40 Jahre Abbaubetrieb. Das Bergwerk gilt als eines der letzten großen ungenutzten Kali-Vorkommen in Deutschland.

Hoffen auf steigende Preise

Als Grund für die Aussetzung des Verfahrens nannte die GVV die „negative Entwicklung auf den internationalen Rohstoff- und Finanzmärkten“. Offenbar sind ihr die Gebote zu niedrig. Die GVV spielt auf steigende Kali-Preise und einen besseren Verkaufspreis. Ein K+S-Sprecher betonte, dass man weiterhin an der Lagerstätte interessiert sei. „Wir haben ein attraktives Angebot abgegeben. Mag sein, dass die GVV höhere Erwartungen hatte“, sagte er. (jop)

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