Kasseler: Preis für Morton Salt zu hoch

K+S verklagt Dow

kassel. Der Kasseler Salz- und Düngemittelproduzent K+S hat den US-Chemie-Konzern Dow Chemical auf Rückzahlung eines Teils des Kaufpreises für den Salzanbieter Morton Salt verklagt. K+S fordert rund elf Millionen Euro plus Zinsen zurück, bestätigte Unternehmenssprecher Michael Wudonig auf Anfrage. Außerdem wollen die Kasseler etwa 14,3 Mio. Euro an Pensionszahlungen zurück, die Dow Chemical beim Morton-Salt-Verkauf nicht offengelegt haben soll.

K+S begründet die Rückforderung mit Vertragsklauseln, nach denen der endgültige Preis erst nach abschließender Bewertung festgelegt werden sollte. Nach K+S-Auffassung ist die gezahlte Summe um etwa elf Mio. Euro zu hoch angesetzt worden. Dow Chemical sieht dies offensichtlich anders und hält die Klage für unbegründet. Über den Ausgang des Verfahrens mochten beide Seite nicht spekulieren.

Kaufpreis: 1,18 Mrd. Euro

Wie berichtet, hatten die Kasseler Morton Salt im Oktober 2009 für 1,567 Milliarden Dollar (1,18 Mrd. Euro) von Dow gekauft und waren damit zum weltgrößten Salzproduzenten aufgestiegen. Dow wiederum hatte kurz zuvor die einstige Morton-Salt-Mutter Rohm & Haas übernommen und den Salzanbieter an K+S weitergereicht.

An der Börse legte die K+S-Aktie gestern um 1,19 Prozent auf 57,03 Euro zu. Der Aufschlag wird aber nicht der Klage zugerechnet. (jop)

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