Vermeiden, verwerten, beseitigen

Abfall vermeiden – verwerten – beseitigen: Nach diesem Grundsatz, der sogenannten Abfallhierarchie, wird heute in Deutschland mit Abfällen verfahren. Während es früher schlicht darum ging, Abfälle zu beseitigen, hat man inzwischen erkannt, dass Abfälle wertvolle Rohstoffe sind, die effektiv genutzt werden können, um natürliche Ressourcen zu schonen.

E Abfall vermeiden heißt, weniger Rohstoffe zu verbrauchen und Umweltbelastungen zu verringern.

E Abfall verwerten bedeutet, dass Rohstoffe und Energie in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden.

E Die deutsche Abfallwirtschaft als bedeutender Wirtschaftszweig stellt hochwertige Technologien zur Verfügung, um Abfall als Ressource effizient zu nutzen und Restabfälle umweltverträglich zu beseitigen.

Klimaschädliche Deponien überflüssig machen

Bis zum Jahr 2020 soll eine hochwertige und weitestgehende Verwertung zumindest der Siedlungsabfälle erreicht werden. Die klimaschädliche Deponierung von Abfällen soll damit überflüssig gemacht werden. Die Abfallwirtschaft soll in den nächsten Jahren auf europäischer und internationaler Ebene weiter ausgebaut werden in Richtung auf Ressourcen- und Klimaschutz, etwa durch die Minimierung klimaschädlicher Methan- und CO2-Emissionen sowie durch die Substitution fossiler Energieträger. Deutschland trägt hierzu mit Know-how und innovativer Technik bei.

Auf dem Weg zur Stoffstromwirtschaft

In Deutschland will man die Abfall- und Kreislaufwirtschaft in den nächsten Jahren hin zu einer nachhaltigen ressourceneffizienten Stoffstromwirtschaft weiterentwickeln. Durch konsequente Getrennthaltung von Abfällen, ihre Vorbehandlung, durch Recycling oder ihre energetische Nutzung sollen im Abfall gebundene Stoffe und Materialien vollständig genutzt und somit eine klimaschädliche Deponierung von Abfällen überflüssig gemacht werden. Mit dem seit 1. Juni 2005 geltenden strikten Verbot, auf Deponien unbehandelten Hausmüll oder den Restmüll von Gewerbeabfällen abzulagern, ist bereits ein bedeutender ökologischer Fortschritt erreicht worden.

Im Zentrum der deutschen Abfallwirtschaftspolitik steht die Produktverantwortung. Sie setzt die Grundidee um, dass Abfallvermeidung am besten dadurch erreicht werden kann, wenn der Erzeuger von Abfall in die Verantwortung genommen wird. Entsprechend müssen Hersteller und Vertreiber ihre Erzeugnisse so gestalten, dass bei der Produktion und beim späteren Gebrauch das Entstehen von Abfällen vermindert und eine umweltverträgliche Verwertung und Beseitigung der Reststoffe ermöglicht wird. Die rechtlichen Grundlagen hierfür enthalten das Kreislaufwirtschafts- beziehungsweise Abfallgesetz und das Bundes-Immissionsschutzgesetz.

Innovative Konzepte, um Ressourcen und Klima zu schützen

Eine nachhaltige Abfallwirtschaft mit modernen und effizienten Abfallbehandlungstechniken dient sowohl dem Ressourcen-, als auch dem Klimaschutz. Deswegen setzt man sich in Deutschland für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft deutscher und auch auf europäischer und internationaler Ebene ein – und übernimmt dabei oft eine Vorreiterrolle. Gefördert werden Konzepte, mit denen aus Abfall Rohstoffe oder Energie gewonnen werden können.

Schon jetzt leistet die deutsche Abfallwirtschaft mit den weltweit höchsten Abfallverwertungsquoten einen wesentlichen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und zum Klimaschutz. HKK L.

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