Vertragsstreit: VW spielt Ball an Suzuki zurück

Wolfsburg - Im Streit zwischen Volkswagen und Suzuki um einen angeblichen Bruch des Kooperationsvertrags sind nun wieder die Japaner am Zug. Somit wird eine Zusammenarbeit immer unwahrscheinlicher.

Im Streit zwischen Volkswagen und Suzuki um einen angeblichen Bruch des Kooperationsvertrags sind nun wieder die Japaner am Zug. Beide Unternehmen erklärten am Freitag, VW habe der Suzuki-Spitze eine E-Mail zukommen lassen, in dem Europas größter Autobauer Stellung zu einem “Ultimatum“ aus der vergangenen Woche nehme. Suzuki-Chef Osamu Suzuki hatte die Wolfsburger aufgefordert, bis Ende September den Vorwurf zurückzunehmen, sein Konzern habe Vereinbarungen zur Zulieferung von Motoren verletzt.

Volkswagen beharrte auf seiner Kritik, die Japaner hätten - gegen die Bestimmungen der seit Ende 2009 bestehenden Partnerschaft - Antriebstechnik bei fremden Herstellern bezogen. “Daran hat sich aus unserer Sicht nichts geändert“, hieß es bei den Niedersachsen. Zu den Inhalten des vertraulichen Schreibens, das die Japaner für “nicht kommentierungswürdig“ hielten“, wollte sich der Konzern nicht äußern.

Einer für alle: Der neue VW Up

Der neue VW Up
Kleines Auto - große Hoffnung: VW bringt im Dezember einen ganz Kleinen auf den Markt: den Up. Der Winzling soll an den Erfolg vom Käfer anknüpfen und auch für jeden erschwinglich sein. © VW
Der neue VW Up
Kleiner Riese: Mit 3,54 Metern Länge und 1, 64 Metern Breite gehört der Up zu den kleinsten viersitzigen Autos. Hoch ist der Volkswagen 1,48 Meter. © VW
Der neue VW Up
Das Interieur ist sehr klar und übersichtlich. © VW
Der neue VW Up
Besonders edel ist das Dash Pad, die Armaturen-Querspange vor dem Fahrer und Beifahrer. © VW
Der neue VW Up
Neu an Bord eines Volkswagen ist das System maps + more, ein mobiles Portable Infotainment Device (PID). © VW
Der neue VW Up
Preise nannte VW jedoch noch nicht. © VW
Der neue VW Up
Der Erbe des Lupo wird von einer neuen Generation von Dreizylinder-Benzinmotoren angetrieben. Sie leisten 44 kW / 60 PS und 55 kW / 75 PS. © VW
Der neue VW Up
Als Version mit Blue Motion Technology, die unter anderem ein Start-Stopp-System bietet, liegen die Normdurchschnittsverbräuche bei 4,2 Liter bzw. 4,3 Liter pro 100 Kilometer. Beide 1,0-Liter-Motoren unterschreiten damit die Emissionsgrenze von 100 Gramm CO2 pro Kilometer. © VW
Der neue VW Up
Optional ist der VW Up mit City-Notbremsfunktion erhältlich: Sie wird automatisch bei Geschwindigkeiten von unter 30 km/h aktiv und registriert per Lasersensor die Gefahr einer drohenden Kollision. Je nach Tempo und Situation kann die Notbremsfunktion via automatischem Bremseinsatz die Unfallschwere reduzieren und mitunter sogar den Aufprall vermeiden. © VW
Der neue VW Up
Je nach Budget und Bedarf gibt es drei Versionen: Der Take Up richtet sich an Einsteiger, der Move Up an komfortorientierte Käufer, und der High Up ist die Topversion. Direkt zur Markteinführung wird es auf der Basis der Topausstattung zwei weiter veredelte, eigenständige Modelle geben: den Up Black und den Up White. Mehr zum VW Up lesen Sie hier... © VW

VW wolle weiterhin an seinem knapp 20-prozentigen Anteil an dem Kleinwagenspezialisten festhalten: “Es ist derzeit nicht geplant, die Beteiligungsverhältnisse zu ändern.“ Ein Suzuki-Sprecher entgegnete, dass man noch nicht über weitere Schritte entschieden habe.

Die Japaner hatten vor drei Wochen erklärt, aus der Zusammenarbeit mit Volkswagen aussteigen zu wollen, nachdem ihr deutscher Partner die Vertragsverletzung angezeigt hatte. Anschließend drangen sie darauf, dass VW die “verunglimpfenden“ Vorhaltungen öffentlich widerruft. Der europäische Marktführer konterte: “Volkswagen kann nicht nachvollziehen, dass die Einforderung vertraglich festgelegter Rechte “rufschädigend“ sein soll.“ Wenn Suzuki Dieselmotoren von Konkurrenten beziehen wolle - es soll sich um Fiat handeln -, stelle sich der Konzern eindeutig gegen die eingegangenen Verpflichtungen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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