Vielleicht gibt‘s bald EU-Gehaltsregeln für Banker

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“Banken müssen alle Risiken von hochkomplexen Wiederverbriefungen ausgleichen und verkehrte Anreize durch Gehälter und Bonus-Schemata eindämmen“, sagte José Manuel Barroso.

Brüssel - Damit Händler nicht von Boni zu riskanten Geschäften verleitet werden, will die EU Regeln für die Vergütung von Bankern aufstellen.

Nach der dramatischen Finanzkrise könnte es in der Europäischen Union erstmals verbindliche Gehaltsregeln für Banker geben. Die Europäische Kommission legte am Montag in Brüssel entsprechende Vorschläge vor.

Die Behörde will verhindern, dass Händler beispielsweise mit Boni zu risikoreichen Anlagestrategien verleitet werden, um ihre Entlohnung zu erhöhen. Aufsichtsbehörden müssten ermächtigt werden, Sanktionen zu verhängen, sollten sich die Geldhäuser nicht an die neuen Regeln halten, erklärte die Kommission. Dazu könnten höhere Eigenkapitalanforderungen zählen.

Der Vorschlag ist Teil eines Bündels an Maßnahmen, das die Behörde für die Überarbeitung der Eigenkapital-Richtlinien für Banken und Investmentfirmen vorlegte. EU-Staaten und Europaparlament müssen der Novellierung zustimmen. Sie soll 2011 in Kraft treten. “Banken müssen alle Risiken von hochkomplexen Wiederverbriefungen ausgleichen und verkehrte Anreize durch Gehälter und Bonus-Schemata eindämmen“, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

Dazu zählen auch strengere Regeln für die eigene Risikobewertung von Posten im Handelsbuch, also dem Geschäft, das die Bank auf eigenes Risiko abwickelt. Außerdem sollen Banken Beschränkungen auferlegt werden bei Investments in hochkomplexe Wiederverbriefungen, so sie nicht die Risiken nachweislich voll erkannt haben. Für Wiederverbriefungen soll auch die vorgeschriebene Eigenkapitalunterlegung erhöht werden. Auch soll das Marktvertrauen wieder gesteigert werden, in dem die Geldhäuser ihre Verbriefungen stärker offenlegen müssen. Dies sei nötig, um den Kreditfluss wieder zum Laufen zu bringen, hieß es.

dpa

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