Mineralwasser-Anbieter hat 125 Millionen Euro investiert und mehr als 200 Jobs geschaffen

Vitaqua schließt Ausbau ab

Fast alles erledigen Maschinen: Das Vitaqua-Werk in Nordhessen gilt als das modernste seiner Art in ganz Europa. Nahezu der gesamte Produktionsablauf ist voll automatisiert. Unser Foto zeigt Anlagenführer Andreas Rudolph . Fotos: Pinto/Archiv

Wolfhagen/Breuna. Die Vitaqua GmbH im interkommunalen Gewerbegebiet der Stadt Wolfhagen und der Gemeinde Breuna an der A44 hat ihre Endausbaustufe erreicht.

Wie der Geschäftsführer des Wasser- und Mischgetränke-Abfüllers, Günter Kutschera, auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, befinden sich die beiden neuen von nunmehr insgesamt sechs Produktionslinien in der Hochfahrphase. „Wir liegen gut im Zeitplan“, sagt Kutschera. Die Erweiterung war erst Ende Juli 2009 begonnen worden.

264 000 Flaschen Mineralwasser und Mixgetränke in der Stunde schafft das 125 Millionen teure Werk bei Vollauslastung, gut eine Milliarde im Jahr. Vitaqua füllt seine Produkte in Halb- und Eineinhalb-Liter-PET-Flaschen ab und liefert sie an nahezu alle großen Discounter und Lebensmittelketten. Das Unternehmen ist Teil der Gruppe um die Brandenburger Urstromquelle. Die gehört mit der MEG-Gruppe (Mitteldeutsche Erfrischungsgetränke) des Lidl-Konzerns und Hansa-Heemann-Gruppe in Rellingen bei Hamburg zu den ganz Großen der Branche in Deutschland.

Neben dem Werk in Nordhessen betreiben die Brandenburger Abfüllbetriebe in Baruth bei Berlin sowie im fränkischen Treuchtlingen, wo die Wiege der Gruppe steht. Der Standort in Nordhessen, der das Wasser aus mehreren Brunnen im zehn Kilometer entfernten Wolfhager Stadtwald über unterirdische Leitungen bezieht, gilt als der modernste seiner Art in Europa. Die beiden Bauabschnitte wurden in Rekordzeit fertiggestellt. Die Investition ist die größte im Wolfhager Land seit vielen Jahren.

Gut 200 Menschen arbeiten dort – davon etwa 40 eigene sowie 170 als Dauerzeitarbeiter. Damit hat Vitaqua seine Beschäftigungszusagen von rund 180 Mitarbeitern bereits im Produktionsjahr drei übererfüllt. Zwar liegt die Auslastung des Werks erst bei 70 Prozent. Kutschera erwartet aber, dass diese Quote rasch steigt. „Das Geschäft läuft überraschend gut“, sagt er.

Angaben zum Jahresumsatz der eigenständig arbeitenden Vitaqua GmbH macht der Geschäftsführer zwar nicht. In Branchenkreisen wird er aber auf 80 bis 100 Mio Euro geschätzt. In der Urstromquelle-Gruppe mit ihren insgesamt etwa 700 Mitarbeitern soll der Jahresumsatz bei mehr als 250 Mio. Euro liegen.

Von José Pinto

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