Recht einfach

VL-Fondssparplan abschließen - So kommen Sparer zum Vertrag

+
Das Geld vom Chef können Arbeitnehmer in einen Fondssparplan investieren. Damit können sie die meiste Rendite erzielen. Foto: Jens Schierenbeck/dpa-tmn

Arbeitnehmer freuen sich über zusätzliches Geld vom Chef. Das nennt sich vermögenswirksame Leistungen. Wie viel gezahlt wird und welche Sparformen sich dafür wirklich lohnen, erklärt Verbraucherschützer Niels Nauhauser.

Stuttgart (dpa/tmn) - Die meisten Arbeitnehmer haben Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen (VL) von ihrem Arbeitgeber. Sie sollten dafür die richtige Sparform wählen.

Ob und in welcher Höhe der Arbeitgeber sie zahlt, ist in der Regel im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt. Maximal sind es 40 Euro monatlich, also 480 Euro im Jahr, die in einen Vertrag fließen können. Wer weniger als 40 Euro von seinem Arbeitgeber erhält, kann den Rest bis zu dieser Grenze aus der eigenen Tasche beisteuern. Ein VL-Vertrag läuft sieben Jahre lang.

Gängig sind vier Sparformen: Bausparvertrag, Bank- oder Fondssparplan und die Tilgung eines Baukredits. Am meisten Rendite können Anleger mit einem Fondssparplan erzielen. "Sie müssen sich zunächst überlegen, wie viel Risiko Sie eingehen wollen", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Die besten Chancen versprechen reine Aktienfonds. Sie sind aber auch anfällig für Kursschwankungen. Mischfonds und Rentenfonds wiederum sind weniger riskant, werfen aber oft auch weniger Rendite ab.

Der Abschluss ist einfach: "Sie können entweder zu Ihrer Bank vor Ort gehen oder einen Fondssparplan im Internet abschließen", erklärt Nauhauser. In beiden Fällen gilt: Die Auswahl an Produkten ist eingeschränkt. "Denn sowohl bei der Hausbank als auch dem Online-Broker bekommen Sie nur die Produkte, die der Anbieter im Angebot hat." Generell gilt: "Um das Risiko zu mindern, sollten Sie VL-Fonds wählen, die breit streuen." Gemanagte Fonds sind in der Regel teurer als börsengehandelte sogenannte ETFs. Sparern sollte auch klar sein, dass nach sieben Jahren ein Verlust möglich ist.

Ist der Vertrag abgeschlossen, bekommen Sparer eine Bescheinigung, die sie der Personalabteilung ihrer Firma schicken müssen. Dann wird das Geld in den Vertrag eingezahlt. Geringverdiener haben Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage. Diese beantragen sie über ihre Einkommensteuererklärung jährlich beim Finanzamt.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.